Sängerreise Werkmeisterchor Baden

Erwartungsvoll und frohgelaunt traf sich die Sängerfamilie des Werkmeisterchors Baden um zusammen auf den diesjährigen Sängerausflug zu gehen. Mit einem Reisebus fuhren die 36 Teilnehmer/innen ab Baden und Gebenstorf in Richtung Schwarzwald. Die Reise führte uns vorerst einmal zu unserem ersten Etappenziel nach Bonndorf. Am Zollamt Koblenz-Waldshut vorbei wollten wir in Richtung Steinatal, haben aber das Schlüchttal gewählt, das Tal mit seiner fast nicht enden wollenden kurvenreichen Strasse. Das schöne Wetter, der grüne Wald entlang dem Tal und der morgendlich kühle Bach erinnerte an das von uns schon einmal gesungene Lied “In den Bergen“. Auf der Höhe von Birkendorf ging es dann nach Bonndorf wo wir schon sehnlichst von unserem Sängerehepaar Claus und Liselotte Weisheit erwartet und empfangen wurden. Kaum aus dem Bus ausgestiegen wurden wir auch schon mit Kaffee, Gipfeli und einem guten Butterzopf (vermutlich einem Berneroberländer Zopf) bewirtet. Dass es dann noch einen “Weissen zum Apéro“ gab, löste die Zunge der Sänger, so sollen die Lieder die wir dann anschliessend in der Pfarrkirche sangen besonders schön gewesen sein.

Nach diesem morgendlichen Aufent-halt in Bonndorf fuhren wir weiter in Richtung Grafenhausen, bei der Brau-erei Rothaus vorbei und dem Schluchsee entlang nach Titisee. Es war immer wieder ein schöner Ausblick durch die abwechslungs-reiche Gegend mit dem vielen Wälder und den satten grünen Wiesen zu fahren.

Langsam machte sich der Hunger bemerkbar und so waren alle froh als wir im Ort Titisee ankamen. Nach einem kurzen Fussmarsch vom Carparkplatz durch das kleine Städtchen vorbei an den vielen kleinen Läden gelangten wir unten am See beim Restaurant Bergsee zum Mittag-essen. Hier konnte jeder nach Wunsch sein Mittagsmenü auswählen und so war es nicht erstaunlich, dass auf fast jedem Teller etwas anderes serviert wurde. Das gute Essen, das kühle Schwarzwälder Bier machte uns so wieder fit für die nächste Etappe.

Es gibt viele Möglichkeiten, die idyllische Landschaft des Hochschwarzwalds rund um den Titisee zu entdecken. Eine der reizvollsten aber war sicher die Fahrt mit dem nostalgischen Zäpfle-Bähnle. Die Kleinbahn erschliesst auf einer einstün-digen Rundfahrt tuckernd die wildroman-tische Natur und führt von Titisee zur 1.070 Meter hohen Fürsatzhöhe und über Heili-genbrunnen nach Titisee zurück.

Titisee ist nicht nur ein Touristenort, Titisee hat auch eine bewegte Vergangenheit be-sonders im Bereich der “Sagen“. So erzählt man sich viele Geschichten und Sagen rund um den Titisee wie: “Es war einmal, die versunkene Stadt, Science Fiction anno 1800 oder Die unergründliche Tiefe“.

Wir aber mussten wieder weiter. Das Nächst Ziel war die Pfarrkirche in Hinterzarten wo wir noch einige Lieder sangen. Claus erzählte uns dann noch etwas geschichtliches über die “Pfarrkirche Maria in der Zarten“.

Die Pfarrkirche "Maria in der Zarten" steht im wahrsten Sinne zwischen Vergangenheit und Moderne. Während Turm und Chor älter als 250 Jahre sind, stammt das Langhaus aus der Neuzeit. Bereits im Jahre 1460 wurde der Grundstein zur heutigen katholischen Kirche gelegt. Um das Jahr 1600 kam das Langhaus hinzu und in den Jahren 1722 bis 1734 wurde der Chor angefügt. Aber auch diese Kirche wurde im 20. Jahrhundert zu klein. 1962 wurde die Kirche zur Hälfte neu errichtet. Der Turm, der Chor und die Barockaltäre wurden erhalten. Das Langhaus riss man ab und ersetzte es durch eine neue achteckige Halle. Der Kirchenraum entstand in moderner Glas-Betonweise, achteckig, mit unterschiedlich hohen Seitenmauern und einem spitz zulaufenden Zeltdach. Letzteres ist innen mit Fichtenholz verkleidet ist. In dem lichtdurchfluteten Raum sind die Barockaltäre aus der alten Kirche aufgestellt.

Gar allzu schnell verging die Zeit und doch wollten wir noch einen Schlusshalt machen. Liselotte führte uns zum Landgasthof Ahorn in Schwärzenbach wo die Tische für uns schon reserviert waren mit einer leckeren Schwarzwälder Zvierikarte. Noch hatten wir einige Lieder in unserem Repertoire die unser Dirigent Toni Wolleb mit uns noch singen wollte. Nach dieser Liedereinlage und dem Applaus unserer mitfahrenden Frauen und den übrigen Wirtshausgästen ging es dann aber endgültig wieder Richtung Schweiz. In Bonndorf verabschiedeten wir uns noch dankend von Claus und Liselotte und kamen immer noch gut gelaunt, vielleicht etwas müde aber glücklich wieder an unseren Einsteigeorte an. Den Organisatoren Claus, Liselotte und Paul und dem Chauffeur Andreas ein herzliches Dankeschön für den schönen Tag. /rchi