Es brauchte eine Portion Mut bzw. etwas Abgeklärtheit, um die Wanderung nicht abzusagen, denn der Wetterbericht meldete für den folgenden Tag heftige Gewitter und starke Niederschläge. Eine kleine Hoffnung liess er aber offen für den Vormittag. So besammelten sich trotz der Wetteraussichten und des morgendlichen Donnergrollens 25 unentwegte Wanderer beim Bahnhof Koblenz. Nach der Begrüssung durch den Wanderleiter Ernst Fahrni ging es zuerst der Aare entlang, dann dem Rheinufer bis nach Full. Hier verliessen wir den Uferweg um über Reuenthal aufzusteigen zum Sendemast auf Ried. Schweissgebadet, denn es war sehr feucht-warm, erreichten wir den danebenliegenden Unterstand, wo zwei Helferinnen bereits das obligate Feuer für die Würste und den Kaffee mit Kuchen vorbereitet hatten. Kaum angelangt, fing es heftig an zu regnen. Erbarmungslos prasselte der Gewitterregen auf die Grillwürste während wir sie vom sicheren Unterstand her beaufsichtigten. Bald aber hatte es ausgeregnet, so dass wir nach eineinhalb Stunden Rast bei aufgehelltem Himmel wieder losmarschieren konnten. Über Gischberg und durch das Grien gelangten wir zum Kraftwerk Klingnau, wo wir noch einige Wasservögel mit Jungen beobachten konnten, bevor wir nach kurzer Wegstrecke den Bahnhof Koblenz wieder erreichten. Mit viel Wetterglück wurde die ganze Wanderstrecke trocken abmarschiert. (hsc)