Dem Neubau des Kantonsspitals Baden (KSB) steht nichts mehr im Weg. Der Stadtrat von Baden hat das Baugesuch bewilligt. Der Spatenstich für das 450-Millionen-Franken-Projekt ist für den 31. August 2018 geplant.

Von der Ausschreibung des Projektwettbewerbs bis zum Erhalt der Baubewilligung vergingen somit bloss drei Jahre. „Für Schweizer Verhältnisse ist dies bemerkenswert schnell“, sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. Dass gegen das Bauvorhaben keine Beschwerden erhoben worden seien, spreche für die professionelle Arbeit der Planer. „Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Bevölkerung von Dättwil und Birmenstorf, die unser Projekt stets sehr konstruktiv begleitet hat.“

Für die Planung des KSB-Neubaus ist das Architekturbüro Nickl & Partner verantwortlich. Es hatte sich mit seinem Projekt namens „Agnes“ gegen zwanzig Mitbewerber durchgesetzt. Rund neunzig Personen beschäftigen sich seitdem mit dem sieben Stockwerke hohen KSB-Neubau. Das Baugesuch, das die Architekten im November 2017 bei der Stadt Baden eingereicht haben, umfasst über dreissig A4-Ordner mit insgesamt 800 Quadratmetern Plänen.

Separate Baustellen-Zufahrt

Darin wird auch die Baustellen-Logistik geregelt. Der Werkverkehr wird über eine Einbahnstrecke abgewickelt, die bis Ende 2022 benutzt wird. Mit dieser separaten Verkehrsführung ist gewährleistet, dass das Areal des KSB nicht überlastet wird und dass die Ambulanzen des Rettungsdienstes jederzeit freie Fahrt haben.

Die Rettungshelikopter wiederum werden auf dem Dach des neu eröffneten KSB Partnerhauses landen. Denn der bisherige Landeplatz befindet sich auf der GOPS, einer „Geschützten Operationsstelle“. Dieser Bunker mit seinen meterdicken Wänden – ein Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges – wird in den nächsten Wochen zurückgebaut.

Inbetriebnahme im Jahr 2022

Der Spatenstich für den KSB Neubau wird am 31. August 2018 erfolgen. Die Bauarbeiten werden rund vier Jahre dauern. „Eine Inbetriebnahme des neuen Spitals im Jahr 2022 ist nach wie vor realistisch“, sagt Schmitter.

Das aktuelle Spitalgebäude, das vor vierzig Jahren eröffnet wurde, wird anschliessend abgerissen werden. Wie der Rückbau genau geschehen wird, steht noch nicht fest. Bei der Eröffnung im Jahre 1978 bezeichnete der damalige Chefchirurg das dreizehn Stockwerke hohe Gebäude als „das schönste Spital der Schweiz“. Tatsächlich profitiert das KSB bis heute von der effizienten Organisation, die dem Spital zugrunde liegt.

„Allerdings wird es zunehmend schwierig, die Anforderungen des modernen Gesundheitswesens mit der Organisationsstruktur der 1970er Jahre in Einklang zu bringen“, sagt Schmitter. „Da eine Sanierung des Gebäudes fast gleich teuer ist wie ein Neubau, haben wir uns für die Option Neubau entschieden. Eine Sanierung bei laufendem Betrieb wäre weder für die Patienten noch für die Mitarbeitenden zumutbar gewesen.“

Logenplatz für die Baustelle

Das Projekt „Agnes“ bildet die Krönung der Modernisierung des KSB. Mit der Tagesklinik Kubus, dem neuen Besucher-Parkhaus und dem Partnerhaus, das Anfang 2018 eröffnet wurde, hat das KSB in den vergangenen Jahren bereits wichtige Bauvorhaben realisiert. Im Parterre des KSB Partnerhauses befindet sich mit dem Caffè Orizzonte eine Gaststätte, von der aus man einen Logenblick auf die zukünftige Baustelle des Spital-Neubaus geniesst.