Im Gartensaal der Villa Boveri referierten zum Thema „Hurra die Schule brennt“ Markus Schneider, Stadtrat und Ressortchef Planung und Bau, sowie Alex Grauwiler, Geschäftsleiter Volksschule Baden. Die anwesenden Besucher der Veranstaltungsreihe Apéro Frisch der CVP Baden wurde über die Schulentwicklung und die Schulraumplanung informiert. Dabei zeigt sich wie vielfältig zur Zeit die Herausforderungen in diesem Bereich sind.

Mit steigender Bevölkerungszahl braucht es mehr Kindergärten, durch die Umstellung auf 6/3 wird die Primarschule um einen Fünftel grösser. Die Schulhäuser der Stadt Baden sind veraltet oder zu klein und der Ruf nach Tagesstrukturen wird lauter. Alex Grauwiler begrüsst den stadträtlichen Entscheid die Oberstufen im heutigen Bezirksschulareal mit einem Neubau zusammenzuführen. Dies benötigt einen langfristige Planung der Infrastruktur, damit moderne Unterrichtsmethoden umgesetzt werden können. Beispielsweise werden Spezialräume für PC-Schulung, Ateliers, Therapieräume und Räume für Tagesstrukturen benötigt. Es braucht Räume, damit allein, zu zweit, in Kleingruppen und in Klassenverbänden gearbeitet werden kann. Schule und Tagesstruktur heisst Lernen, Bewegen, Spielen, Toben, Verweilen, Reden und Essen in einem gesunden Umfeld. Dabei darf die Schule durchaus auch den öffentlichen Freiraum in Anspruch nehmen.

Markus Scheider zeigte wie der neue Schulraum geplant wird und welche Knacknüsse gelöst werden müssen. Mittels Testplanungen für die verschiedenen Schulstandorte wurde die bestehende Situation analysiert und der Bestand aufgenommen. Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudien konnten die formulierten Anforderungen in Varianten durchgedacht werden, um mögliche Fehlplanungen zu vermeiden. Bestehende gute Elemente sollen erhalten, andere weiterentwickelt oder neu gebaut werden. Positive Erkenntnisse konnten in allen Quartieren gewonnen werden. An allen Standorten wird zusätzlicher Raum benötigt werden. Beim Oberstufenzentrum Burghalde ist zur Zeit der Architekturwettbewerb voll im Gange und in Kürze kann das Resultat bekannt gegeben werden.

In der anschliessenden Diskussionsrunde interessierte insbesondere, wie hoch das Bedürfnis nach Tagesstrukturen tatsächlich ist. Die heutigen Infrastrukturen sind diesbezüglich voll ausgelastet. Man will diesem Trend Rechnung tragen, dies soll weiterhin freiwillig sein, aber man muss auch bezüglich der zukünftigen Nutzung flexibel bleiben. Ausserdem wurde klargestellt, dass auch dem Lehrermangel mit einem guten Arbeitsumfeld entgegengewirkt werden kann.

(CVP-Baden, Baden 05.09.2013, Mathias Schickel)

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