Der Vernetzungsanlass des Dachverbandes Tagesstrukturen/Mittagstische Aargau geriet aus aktuellem Anlass zu einer intensiven Diskussionsplattform. Hauptthema waren die Auswirkungen der erneuten Ablehung der Gesetzesvorlage für familienexterne Kinderbetreung im Grossen Rat. Am Donnerstag konnte Pia Viel, Präsidentin des dtma über 30 VertreterInnen von Kinderbetreuungsinstitutionen im Kanton Aargau zum traditionellen Vernetzungsanlass in Baden begrüssen. Aktueller hätte das Datum für diesen Anlass nicht gewählt werden können; hatte doch am Dienstag der Grosse Rat den Gegenvorschlag des Regierungsrates zur Volksinitiative „Kinder und Familie“ genau so abgeschmettert wie schon die erste Version der Gesetzesrevision im Jahr 2012. B.Bieber, Vorstandsmitglied dtma, stellte den Anwesenden als Einstieg daher nochmals die zwei Gesetzesvorlagen (2012 und 2014) und die Volksinitiative des ALV vor und erläuterte die wichtigsten Punkte, in denen sie sich unterscheiden. Auch die Problempunkte, die zum Scheitern oder zu Widerstand führen (sowohl bei den Gesetzesvorlagen als auch bei der Volksinitiative) konnte sie aufzeigen. Ebenso wurde den Anwesenden der aktuelle Versorgungsgrad mit Betreuungsplätzen für Kinder im Kanton dargelegt, deren aktueller Nutzungsgrad und deren Nutzen für die Wirtschaft, die Gemeinden und Familien. Für den Dachverband ist damit klar, dass sich bis auf weiteres nichts an der unglücklichen Situation für seine Mitglieder und alle weiteren Institutionen in diesem Bereich ändert: Es gibt nach wie vor keine kantonalen Standarts, keine geregelte finanzielle Beteiligung an die Angebote durch die Gemeinden und daher auch keine einheitlichen Rahmenbedingungen für die Betreuungsbetriebe. Somit ist der Kanton Aargau mit dem Kanton Appenzell Innerrhoden noch der einzige Kanton, in dem dies so ist. In der regen Diskussion wurde von der Mehrheit der Anwesenden gefordert, dass der Kanton Aargau, der sich gerne Familienkanton nennt, hier unbedingt eine proaktivere Rolle für eine im Sinne der betreuten Kinder gute und vor allem schnelle Lösung einnehmen muss. Noch ist unklar, ob der Kanton zur hängigen Volksinitiative schnellstmöglich einen erneuten Gegenvorschlag erarbeiten wird. Der Dachverband wird sich intensiv in der aktuellen Prozess einbringen und die Interessen seiner Mitglieder aktiv vertreten. Ebenso übernimmt er nach wie vor die Beratung und Unterstützung der angeschlossenen Betriebe, um die fehlenden Rahmenbedingungen damit so gut wie möglich abzufedern.

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