Die grünliberale Partei Aargau hat ihren Vorstand neu bestellt und unterstützt die Unterschriftensammlung zur VCS-Initiative zugunsten des öffentlichen Verkehrs. Nationalrat Martin Bäumle erläuterte den gangbaren Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft.

Knapp ein Jahr nach ihrer Gründung hat die Grünliberale Partei Aargau an der ordentlichen Mitgliederversammlung in Baden den Vorstand neu gewählt. Das Co-Präsidium mit Andreas Mahler, Ursula Fahrländer-Hutter und Felix Jenni bleibt unverändert. Die Finanzen übernimmt neu Sander Mallien aus Baden. Aus den Bezirken kommen neu in den Kantonalvor-stand Barbara Haller Rupf aus Baden und Peter Wiedemeier aus Zurzach.

Die Partei kann auf einen sehr erfolgreichen politischen Start in den Grossratswahlen zurückblicken: Peter Schuhmacher (Vorsitz) und Jo. Scheier aus Baden, Beat Flach aus Auenstein, Barbara Portmann-Müller aus Lenzburg und Felix Jenni aus Oberwil-Lieli konnten auf Anhieb eine eigene Fraktion bilden und sind in allen Kommissionen des Grossen Rates ver-treten. Die Grünliberale Partei widmet sich nun nach dem organisatorischen Aufbau mit viel Engagement den wichtigsten politischen Themen. Sie hat dazu fünf Fachgruppen ins Leben gerufen: Bildung, Energie, Finanz und Wirtschaft, Gesund-heitsvorsorge sowie Verkehr und Raumplanung.

Zur Versammlung wurden Köbi Knüsel, Präsident des VCS Aargau und Jürg Richner, Präsident des TCS Aargau eingela-den, damit die Versammlung die VCS-Initiative nach Anhörung der Pro- und Contra-Argumente beurteilen konnte. Andreas Mahler vertrat die Gegenposition für den krankheitshalber abwesenden Jürg Richner. Nach einer intensiven Diskussion entschied sich die Versammlung mit deutlichem Mehr, die VCS-Initiative zu unterstützen. Für die meisten Mitglieder macht die Initiative einen Schritt in die richtige Richtung. Sie fördert die Kostenwahrheit und benachteiligt den öffentlichen Verkehr weniger, indem der Privatverkehr indirekt mehr an seine immensen externen Kosten beitragen muss. Die Initiative erhielt von der Versammlung nicht uneingeschränkte Zustimmung, weil sie nichts dazu beiträgt, das riesige Verkehrsaufkommen durch Anreize zu drosseln.

Im Anschluss an die Versammlung vermittelte Nationalrat Martin Bäumle in überzeugender Form die Energieprobleme der Zukunft. Er zeigte auf, wie neue Atomkraftwerke unser Energieproblem nicht lösen, bestenfalls hinausschieben können. Einzige Alternative für eine langfristige Zukunft ohne für die Wirtschaft dramatische Energienotstände ist die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien. Martin Bäumle konnte nachvollziehbar aufzeigen, dass die technischen Probleme im We-sentlichen schon gelöst sind, dass aber vielerorts der politische Wille zur konsequenten Umsetzung noch fehlt. Brauchen wir dazu nach der Finanzkrise erst noch eine Energiekrise? www.ag.grunliberale.ch (mzu)