Am 14. September, unternahmen die Mitglieder des Lourdespilgerverein Baden und Umgebung eine Wallfahrt  nach Solothurn, zu den Bistumsheiligen Verena, Urs und Viktor. Im Twerenboldcar berüsste Präsident Hans-Jürg Amann 35 Pilger herzlich. Präses Pfarrer Stefan Essig stimmte den Psalm 121 an: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Darauf gab es den Reisesegen. Das Lourdeslied wurde angestimmt und beim Betrachten der schönen Landschaft ertönte das Gebet: „Preist den Herrn, all ihre Werke des Herrn; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!“

In Solothurn angelangt an der Kathedrale vorbei, ging die Reise zur nahegelegenen Einsiedelei St. Verena, wo der Kaffeehalt im Restaurnat Kreuz war. Nun begaben sich die Pilger, voran der Fahnenträger Arthur Blunschi, in die Verenaschlucht zur Kapelle St. Martin. Die Martinskapelle ist der älteste Bau der Einsiedelei und reicht ins 12. Jahrhundert zurück. Die Hl. Verena soll in der  zweistöckigen Höhle hinter der Martinskapelle gewohnt haben, bevor sie nach Bad Zurzach weiterzog und dort starb. Die Heilige Verena lebte um 300 n. Chr. , ihr Grab befindet sich heute in der Krypta des Verenamünster in Bad Zurzach.  In der Martinskapelle wurden die Pilger schon vom Präses Pfarrer Essig im Priestergewand erwartet um die Hl. Messe zu feiern.

In der Predigt hörte man: Heute feiert die Kath. Kirche das Fest Kreuzerhöhung. Wie bringt man die Hl. Verena, der Verein der Marienverehrung und das Fest Kreuzerhöhung zusammen? Doch das verbindende ist das Kreuz Christi, oder einfach Jesus. Maria will die Menschen zu Jesus führen. Die Hl. Verena lebte hier in der Höhle nach dem sie mit der Thebäischen Legion von Ägypten gekommen ist. Ihre Landsleute Urs und Viktor starben eines Märtyrertodes. Aufgrund ihres Glaubens drohte auch ihr die Todesstrafe. Da erkrankte der Stadthalter Hirtacus, der nach ihr ruft und durch ihre Gebete geheilt wurde. Sie wird freigelassen und zog nach Bad Zurzach, wo sie sich den Armen und Kranken annahm. Das Kreuz an dem Jesus Christus gestorben ist, wird zum Zeichen des Wiederspruchs in der Welt, in der Macht, Erfolg und Ansehen wichtig ist. Das Kreuz ein grausames Folterwerkzeug, Zeichen des Todes wird für uns Christen zum Zeichen des neuen Lebens. Das Kreuz ist und bleibt Wegweiser, der aus aller Trostlosigkeit und Bedrängnis in die Barmherzigkeit Gottes führt. Denn Gott will, dass die Welt gerettet wird, durch die Liebe, die sich verschenkt bis in den Tod am Kreuz.

Bei der Hl. Messe wurde für die anwesenden Eheleute Max und Pia Attiger gebetet, denn sie feierten an diesem Tag den 59. Hochzeitstag.

Nach der Heiligen Messe pilgerten die Wallfahrer durch die Einsiedelei St. Verena, das ein Kulturgut von nationaler Bedeutung ist und unter eidg. Denkmalschutz steht, sowie kantonales Naturschutzgebiet ist. Zurück in Solothurn wird in der Altstadt im Zunfthaus zum Wirthen das Mittagessen eingenommen. Darauf hatten die Pilger noch freie Zeit um die wunderschöne Altstadt zu besichtigen. Um 16.00 Uhr folgte eine Andacht in der St. Ursenkathedrale. Im Jahr der Barmherzigkeit besteht die Möglichkeit durch die Hl. Pforte zu treten, in dieser Kathedrale.  Zum Schluss der Andacht erklärte Pfarrer Essig, dass es eine besondere Gnade zu entdecken gibt, der Ablass! Diejenigen, die zur Beichte gegangen sind, die  Kommunion empfangen,  dem Papst in seinem Gebet in der Intention der Kirche eingeschlossen haben und die Hl. Pforte durchschreiten, erhalten diesen Ablass gratis. Die Vergebung, die durch die Beichte empfangen wird, lässt uns neu Leben. Darauf kehrten die Pilger gestärkt und mit dankbarem Herzen nach Hause zurück.

Mitglied des Lourdespilgervereins Baden und Umgebung, Marianne Baldinger-Lang