Lengnau (AG)

Wallfahrt zu den drei Heiligen im Kanton Aargau

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Am Sonntag, den 12.7.2020, machten sich 30 Personen der Pater Pio Gebetsgruppe Turgi und der Königin des Friedens auf zur Wallfahrt zu den drei Heiligen im Kanton Aargau. Dies sind: die Hl. Verena aus Bad Zurzach, die Hl. Maria Bernarda Bütler aus Auw und der Hl. Burkard in Beinwil (Freiamt).

Bei strahlend schönem Sommerwetter traf man sich beim AZ Hochhaus in Baden. Die Firma Eurobus stand mit einem 50 Plätzer Car bereit. Beim Einsteigen wurden die entsprechenden Schutzmassnahmen, Corona bedingt, eingehalten. Das erste Ziel der Pilger war zur Hl. Verena, ins Verenamünster in Bad Zurzach. Um 9 Uhr war die Kirche reserviert, um dort den Rosenkranz zu beten. Vor dem Verenamünster berichtete der Pilgerpater Rolf Schönenberger den Gläubigen, wie die Hl. Verena mit der thebäischen Legion Ende 3. Jahrhunderts von Ägypten in die Schweiz nach St. Maurice, Solothurn und schliesslich nach Bad Zurzach kam. Ihr Grab befindet sich in der Krypta des Verenamünsters.  Der Kamm und der Krug sind die Attribute der Hl. Verena. Sie half den Armen und Kranken. So wurde das Verenamünster besichtigt und in der Krypta die Anliegen der Pilger für die Familien, besonders für die ungeborenen Kinder der Heiligen übergeben. Die Hl. Verena hat zu Lebzeiten geholfen und an ihrem Grab sind viele seelische und körperlichen Wunden geheilt worden. Schon viele Ehepaare haben durch ihre Fürbitte ihr erstes Kind bekommen.  Nun wollte man noch den Brunnen besichtigen, der leider Corona bedingt abgeschlossen war.  Die Zeit für Kaffee und Gipfeli kam, so begab man sich ins Restaurant Höfli, wo im Garten alles vorbereitet war.

Nun ging die Reise weiter nach Muri. Im Car berichtete Pater Rolf über die Geschichte des Klosters Muri, das seit 800 Jahren existiert. Von den Habsburgern aus Österreich wurde es errichtet.  Die Habsburger haben ihre Burg ja noch heute in Habsburg bei Windisch. In der Krypta der Klosterkirche in Muri befinden sich die Herzen des letzten Kaisers, des Seligen Karl von Österreich, der 1922 im Exil in Madeira gestorben ist und seiner Gattin Kaiserin Zita, Königin von Bourbon und Parma , die 1989 in Zizers gestorben ist. In Muri angelangt, begab man sich zuerst ins Restaurant Bella Vista. Die Pilger genossen bei einem schönen Ausblick in die Alpen ein feines italienisches Mittagessen. Anschliessend wurde die Klosterkirche besucht.

 Nach einem Gebet und das Lied „Grosser Gott wir loben Dich“, ging es weiter nach Auw zur Hl. Maria Bernarda Bütler, der grossen Schweizer Mystikerin.  Um 15 Uhr wurde die Pilgergruppe von den Schwestern der Franziskaner Missionsprokur in der Pfarrkirche St. Nikolaus erwartet. Man betete mit Pater Rolf den Barmherzigkeitsrosenkranz. Die Schwester berichtete nun über das Leben der Hl. Maria Bernarda Bütler. Die Leute kommen in diese Kirche mit ihren Anliegen zu ihrem Bild, wo sich unterhalb eine Reliquie von ihr befindet. Sie ist eine Heilige der Armen und der Mission.  Die Hl. Bernarda wurde hier in Auw am 28. Mai 1848 geboren und auf den Namen Verena getauft. Am 12.11.1867 trat sie ins Kloster Maria Hilf in Altstätten ein. Sie bekam den Ordensnamen Maria Bernarda vom Herzen Mariä und legte 1869 ihre Gelübde ab. Im Jahre 1888 ging Maria Bernard mit sechs weiteren Schwestern nach Ecuador. Sie verlässt für immer die Schweiz, um ihren Dienst an den Armen der Kirche zu schenken, zuerst in Ecuador und dann in Kolumbien, wo sie die Leiden der Bevölkerung, insbesondere der Armen, Kranken und Ausgegrenzten, zu lindern versucht. In Ecuador gründete sie die Kongregation der Franziskaner Missionsschwestern von Maria Hilf. 1895 musste sie das Land verlassen, weil eine gewaltsame Verfolgung der Christen ausbrach. Am 2.8.1895 traf sie mit 14 Schwestern in Cartagena, Kolumbien, ein. Dort verbrachte sie die meiste Zeit ihres Lebens und verstarb am 19.5.1924. Erst nach ihrem Tod wurden ihre grossen mystischen Leiden für die Kirche und Welt bekannt. Am 12.10.2008 wurde sie von Papst Benedikt XVI. in Rom heiliggesprochen. Ihr Grab befindet sich in Cartagena, Kolumbien.

Nun wartete der Car vor der Kirche und die Pilger wurden über den Lindenberg nach Beinwil im Freiamt geführt. Um 17 Uhr feierte man die Hl. Messe mit Pater Rolf in der Wallfahrtskirche des Hl. Burkard.

Der Hl. Burkard kam im Jahre 1120 auf dem Hof Langenmatt bei Muri zu Welt. Im Kloster Muri wurde er ausgebildet und wirkte im 12. Jahrhundert als Priester in Beinwil. Er hat viele Wunder vollbracht. Seit dem 13. Jahrhundert strömen jedes Jahr Tausende von Pilgern an sein Grab in der Pfarrkirche   St. Burkard in Beinwil. Seine Verehrung und die Wallfahrten zu ihm finden bis heute noch statt. 

Auf dem Weg nach Hause gab es noch einen letzten Halt bei der Kapelle „Königin des Friedens“ in Hüttikon ZH.  Im Haus befindet sich der „Verein Helfen sie helfen“, mit einem „Lädeli“ mit Heiligen -Statuen, Rosenkränzen, Kerzen und anderen Geschenken. Anschliessend begaben sich die Pilger mit reicherfüllten Herzen nach Hause.

Lengnau, 19.7.2020

Marianne Baldinger-Lang

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