Bei herbstlicher Stimmung mit dichtem Nebel begann der Wandertag und endete bei sommerlichen Temperaturen und heiterem Wetter. Mit dem Zug reiste eine aufgestellte Wandergruppe der VP ABB um 07.33 Uhr in Richtung Basel ab. Kaum hatten wir die Höhe des Bözbergs erreicht, so begrüsste  uns die Sonne vom blauen Himmel. Mit ziemlicher Verspätung trafen wir in Basel ein und verpassten die S6 nach Riehen. So hatten wir genügend Zeit und unser Wanderleiter Andreas konnte uns herzlich begrüssen und  uns den Schlussmann Eric bekanntgeben. Vorgreifend auf unsere spätere Begegnung mit dem Wenkenhof konnte er uns einige interessante geschichtliche Informationen darüber näher bringen. In Riehen angekommen hatten wir nur einen kurzen Weg zum Landgasthof Riehen, wo wir den heissbegehrten Startkaffee mit Gipfeli einnahmen. Zuerst marschieren wir durch Quartierstrassen um bald darauf den Wenkenpark mit dem Wenkenhof zu erreichen. Der Name Wenkenhof, ein bäuerlicher Gutsbetrieb erscheint erstmals im frühen Mittelalter. 1714 kaufte Christoph Burckhardt-Merian das Anwesen. 1735 konnte der reiche Handelsherr Johannes Zaeslin das Gebäude vor dem Wenkenhof erwerben und lies sich einen repräsentativen Sommersitz, ein ursprünglich einstöckiges Lusthaus mit prachtvoller Gartenanlage erbauen.

Erst 1860 erfolgte der Umbau in ein zweigeschossiges Wohnhaus. 1931 konnte Clavel das alte Hofgut erwerben und den Park erweitern. Die Einfahrt zum Ehrenhof liess er von zwei bleigegossenen Hirschen flankierten Gittertor abschliessen. Den alten Wenkenhof schenkte das Ehepaar Clavel 1932 der Einwohnergemeinde der Stadt Basel. Der neue Wenkenhof wurde der 1954 errichteten Alexander Clavel-Stiftung überlassen. Nach kürzerem Marsch durch den Wald erreichten wir die Grenze nach Deutschland und bald darauf den Aussichtspunkt Hornfelsen. Der Blick schweifte hinüber nach Basel. Unter uns der Hafen von Birsfelden und flussabwärts die Schleuse und das Stauwehr mit Kraftwerk von Birsfelden. Nach kurzer Rast ging es weiter unserem Ziel St. Chrischona entgegen. Leicht aufwärts marschierend durch den Wald, Felder und Blumenwiesen vorbei erblickten wir bald darauf den Sendeturm. Um 12.30 Uhr erreichten wir das Restaurant Waldrain.

Die Menü-Esser platzierten sich auf der Terrasse, während die Picknicker im schattigen Platanengarten ihr Mahl einnahmen.

Um 14.20 Uhr wurde der Rückweg angetreten. Zuerst wieder durch schattigen Wald, an Bettingen vorbei, und wieder durch den Wenkenpark. Am Bahnhof Riehen dankte Otto dem Wanderleiter und dem Schlussmann für die schöne Wanderung, sowie allen Wanderinnen und Wanderern für die Teilnahme. Ein kräftiger Applaus war wohlverdient. Die Heimfahrt klappte vorzüglich und zufrieden und etwas müde erreichten alle wieder ihr Heim.          hsch