Laupersdorf

Wenn der Schein trügt- ein Blick in die Zukunft

megaphoneLeserbeitrag aus LaupersdorfLaupersdorf
Szene aus dem Theaterstück der 6. Klasse

Szene aus dem Theaterstück der 6. Klasse

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Primarschule Laupersdorf mit ihrem Lehrer Ruedi Berger führten das Theaterstück "Wenn der Schein trügt" auf. Premiere feierten sie anlässlich der Schultheaterwoche beim Schloss Waldegg in Feldbrunnen - St. Niklaus und auch im Pfarreisaal des Gemeindezentrums Laupersdorf gab es noch weitere Aufführungen. Drei Schüler blicken durch eine besondere Brille  und machen sich dabei Gedanken, was fünf Jahre später sein wird. Sie blicken in die Zukunft. Da ist ein Knabe am Sonntagnachmittag allein zu Hause  und es ist ihm langweilig. Er ist eher schüchtern und hat keine Kollegen. "Du musst mutiger sein, den ersten Schritt wagen", ermuntert ihn sein Vater. Da tauchen drei vermeintliche Kollegen auf und laden ihn ein, bei ihnen mitzumachen. Er bekommt quasi als Mutprobe den Auftrag, in einem Fachgeschäft eine wertvolle Uhr zu stehlen. Dies geht schief, der Alarm wird ausgelöst und die Polizei kommt. Eigentlich ist es fies, wenn jemand, der niemandem etwas zu leide tut, letzten Endes büssen muss. Eine andere Geschichte: Beim in die Zukunft blicken sieht man Mädchen, die tanzen. Gut aussehen und der Besuch von Nail-Studios sind angesagt. Die Mädchen gebärden sich wie "Tussis". Ein Knabe, der in die Bibliothek gehen will, wird von ihnen als "Looser" bezeichnet. In einer weiteren Geschichte  streiten die Eltern vor dem Fernseher. Der Mann und Vater einer Tochter schaut sich ein Fussballspiel an, trinkt dazu das obligate Bier und seine Frau, auch Mutter einer Tochter, muss alleine den Haushalt schmeissen. Die Tochter kommt spätabends vom Ausgang nach Hause und hat auch keinen Bock auf Haushaltsarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler haben zusammen mit einer Theaterpädagogin das Stück selber entwickelt. In einer Zeitreise entdecken drei Freunde, dass Menschen nicht immer das sind, was sie vorgeben zu sein. Plötzlich wird ein Looser zum Held und der Klassenclown verstummt. Eigentlich werden im Stück parallel drei verschiedene Geschichten erzählt. "Mutig sein heisst auch Nein zu sagen. Man muss lernen, mehr mit dem Herzen zu schauen", lautet das eigentliche Schluss-Credo. Zum Abschluss des Stückes spielten alle zusammen auf der Mundharmonika den Joe Cocker- Song "Up Where me Belong".

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