Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Seniorenrates der Region Baden (srrb) hielt Frau Ursula Hirt, Präsidentin des Schweizerischen  Verbandes für Gedächtnistraining (SVGT), ein Referat über die Fähigkeit, auch im Alter noch über ein gutes Gedächtnis verfügen zu können.

Ihr Ziel war es, den Teilnehmern Hinweise über die Aufnahme und Speicherung von Informationen im Alter mitzugeben, erste Lerntipps zu geben und sie zu ermuntern, aktiv bei diversen Musterübungen mitzumachen.

Jeder fragt sich manchmal: nimmt mein Gedächtnis ab? Dazu ist zu unterscheiden zwischen:

Kristalliner Intelligenz: Wissen, Wortschatz, Sprachkompetenz, Problemlösungen.  Das Langzeitgedächtnis bleibt, d.h. das einmal Gelernte sowie Emotionen. Diese Intelligenz nimmt zu.

Fluider Intelligenz: diese nimmt ab: die Wendigkeit, rasche Reaktionen, Fähigkeit, zwei Dinge miteinander zu tun. Diese Intelligenz kann jedoch trainiert werden. Man kann die Wahrnehmung schulen, die Wortfindung, die Phantasie und die Kreativität.

Einstein sagte dazu: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Dem  Versagen des Gedächtnisses kann entgegengewirkt werden mit äusseren Gedächtnishilfen, z.B. Aufschreiben, einem Knopf im Taschentuch usw, und inneren Hilfen, wobei die Merk-Strategien sehr individuell sein können.

Wichtig sind die folgenden Punkte:

1. Konzentration – für neue Informationen

2. Merkfähigkeit – z.B. für verschiedene Begriffe, diese immer wiederholen

3. Bewegungsübungen – gehören in jede Gehirntrainingslektion

        lösen Spannungen

        aktivieren

        verbessern die Durchblutung

        regen die Sinne an, auch den Gleichgewichtssinn

verbessern die Reaktionsfähigkeit, besonders wenn diese ungewohnt ist

4. Sprachübungen mit Merkfähigkeit

5. Logisches und räumliches Denken

6. Phantasie- und Scherzfragen

Bei einem Apéro, offeriert vom RPB, war für angeregte Diskussionen gesorgt.