Olten

Zivilschützer betreuen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen

megaphoneLeserbeitrag aus OltenOlten
Austausch unter Generationen – Begegnungen auf Augenhöhe. Zivilschützer sorgen für Sicherheit auf dem Ausflug und wecken mit einer Prise Humor die Freude der Reisenden.

Austausch unter Generationen – Begegnungen auf Augenhöhe. Zivilschützer sorgen für Sicherheit auf dem Ausflug und wecken mit einer Prise Humor die Freude der Reisenden.

Auf Augenhöhe mit den Klientinnen und Klienten von 6 regionalen und überregionalen Institutionen – ein lehr- und erlebnisreicher Einsatz für 55 Zivilschützer aus dem Bereich Betreuung der Regionalen Zivilschutzorganisation Olten.

Der Zivilschutz leistet Einsätze bei Katastrophen und Notlagen, Einsätze für Instandstellungsarbeiten und Einsätze zugunsten der Gemeinschaft. In den vergangenen Jahren hat sich das Kader Betreuung der Regionalen Zivilschutzorganisation Olten intensiv mit theoretischen Grundlagen zur Betreuung von gefährdeten und hilfsbedürftigen Menschen auseinandergesetzt und die Zivilschützer während den Wiederholungskursen (WK) gut weitergebildet.

Im Auftrag des Kommandanten Franco Giori wurde der WK Betreuung im August 2019 während einer Woche zusammen mit sechs regionalen und überregionalen Institutionen durchgeführt. Dabei beteiligten sich die Alters- und Pflegeheime Haus zur Heimat, Stadtpark und St. Martin in Olten, das Alters- und Pflegeheim Brüggli in Dulliken, das Alterszentrum Sunnepark der GAG Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu in Egerkingen sowie das Haus Schärenmatte der Stiftung Arkadis in Olten.

Unter der Einsatzleitung von Oblt Raffael Keller, Chef Betreuung, sowie seinem Kaderteam wurden die Betreuer mit wichtigen Informationen zum bevorstehenden Einsatz versorgt. Nach einer Wiederauffrischung der lebensrettenden Massnahmen, folgten Instruktionen zur sicheren Begleitung von Menschen im Rollstuhl. Ab dem zweiten Tag arbeiteten die Betreuer unter der Leitung der Zugführer in den verschiedenen Institutionen.

Bei der Stiftung Arkadis konnten die Zivilschützer das sozialpädagogische Fachpersonal bei der Betreuung aktiv unterstützen. Das Arbeiten mit den kognitiv oder cerebral beeinträchtigten Menschen erforderte verschiedene Ausdrucks- und Verständigungsformen, viel Einfühlungsvermögen und gegenseitiges Vertrauen. Die Zivilschützer zeigten keine Berührungsängste und waren begeistert von der offenen und herzlichen Art der Wohngruppe Schärenmatte.

Im Haus zur Heimat begann der Dienst mit einer Orientierung über die Räumlichkeiten und dem gegenseitigen Kennenlernen der Bewohnerinnen und Bewohner. Die ersten Aufgaben bestanden darin, das Pflegepersonal bei der Pflege und der Verpflegung zu unterstützen. Am zweiten Tag stand ein kleiner Ausflug mit Grillplausch zu einer Kindertagesstätte auf dem Programm. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner freuten sich dabei zu sein und zusammen mit den Kindern einen unterhaltsamen Mittag zu verbringen. Die Zivilschützer sorgten für das leibliche Wohl am Grill und am Buffet, beteiligten sich am aktiven Programm beim Malen und Kartenspielen.

Der krönende Abschluss folgte am letzten Tag des Einsatzes mit einem Ausflug zum Bielersee. Die Zivilschützer holten die Bewohner in ihren Zimmern und Wohnungen ab und begleiteten sie zu den beiden Reisecars. Am Ausflug nahmen 35 reisefreudige Bewohnerinnen und Bewohner teil. Sie wurden von 6 Begleitpersonen des Heimpersonals und 19 Zivilschützern begleitet und betreut. Auf der gut zweistündigen Schifffahrt erlebten die Reisenden bei guter Seeluft und schöner Aussicht unterhaltsame Gespräche mit den Zivilschützern. Dank dem feinen Mittagessen und der Unterstützung der Betreuer des Zivilschutzes konnten es alle Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheim Haus zur Heim so richtig geniessen.

Das Kaderteam Betreuung und die Einsatzkräfte ziehen eine positive Bilanz. Das Verständnis, wie bei einem Ereignisfall Menschen sicher betreut werden können, deren Kommunikation und Beweglichkeit beeinträchtigt ist, konnte geschaffen werden. Es gab auf beiden Seiten viele positive Eindrücke. Bei diesem Einsatz konnten die Zivilschützer das Gelernte umsetzen und praktische Erfahrungen für den Ernstfall gewinnen. Die menschliche Begegnung wurde auch vom Personal und der Leitung der Institutionen sehr geschätzt. Die Regionale Zivilschutzorganisation Olten kann sich gut vorstellen, wieder einmal mit den regionalen und überregionalen Institutionen zusammenzuarbeiten.

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