Die Klasse B24 der Kantonalen Schule für Berufsbildung in Baden hat in der vergangenen Woche ihr Können für die Gesellschaft eingesetzt. In verschiedenen Berufen verteilt arbeitete die B24 für Geld, das sie danach der Krebsliga Schweiz in einer Spende zur Verfügung stellte. Innert zwei Tagen kamen mehr als 3000 Franken zusammen.

Die 17 Lernenden suchten vorgängig alleine oder zu zweit eine Arbeitsstelle, die sie frei wählen konnten. So kamen kurzzeitige Anstellungen in verschiedensten Branchen zusammen: Im Bauwesen, im Gartenbau oder als Putzkraft. „Das war für mich das erste Mal, dass ich für Geld arbeitete“, schrieben mehrere Lernende am Ende der Woche in ihr Tagebuch. Der Zweck des Einsatzes? Die Verdienste den Krebsleidenden zukommen zu lassen. Insgesamt können so in den nächsten Wochen über 3000 Franken an die Krebsliga überwiesen werden. Ein weiterer Vorteil: Die Jugendlichen erhielten nebst  ihren bereits absolvierten Schnupperlehren einen vertieften Einblick in die Arbeitswelt. Denn nach den Sommerferien werden alle eine Lehre antreten.

Erholung danach

Nach zwei Tagen intensiver Arbeit fuhr die Klasse von Mittwoch bis Freitag nach Luzern. Sie bezogen am ersten Tag ihr Lager in einer Zivilschutzanlage. Gleich danach gingen sie weiter in das Verkehrshaus Luzern. Viele erfreuten sich an dem Flugsimulator, der im Verkehrshaus stand. „Der Flug war wie eine Achterbahn“, schrieb Elrom Fingel in sein Lagertagebuch. Den Weg zurück fuhr man mit dem Schiff: für viele ein spannendes Erlebnis. Für Diogo Pereira gar ein erstmaliges: „Ich bin noch nie Schiff gefahren“, sagte er. Die Sehenswürdigkeiten lernten die Jugendlichen beim Stadt-OL am nächsten Morgen kennen, beim Bowling wurde die Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Am Freitagnachmittag bereitete sich die ganze Klasse darauf vor, ihren zukünftigen Berufsbildnern die Leistungen der Woche zu präsentieren. „Das war eine abwechslungsreiche Woche“ – so der Grundtenor in der Klasse.

Stefan Baumann und Andreas Jenny, Lernende B24