Schützengesellschaft der Stadt Baden

550-Jahr-Jubiläum der Schützen Baden

megaphoneVereinsmeldung zu Schützengesellschaft der Stadt BadenSchützengesellschaft der Stadt Baden

Der wohl älteste Verein im Bezirk Baden feierte am 12. September 2015 sein 550-jähriges Bestehen. Ein Grund zum Feiern, in der schönen Gaststube unseres „Sportplatzes“ im Härdli Spreitenbach.

Vor und nach dem Mittagessen wurde das Jubiläums- und Endschiessen durchgeführt auf die Distanzen 50m und 300m. Die Resultate werden von den Schützenmeistern im nächsten Stadtschütz publiziert. Dieser Bericht handelt vom offiziellen Teil mit gemeinsamen Mittagessen.

Nach einem Apéro bei schönstem Wetter neben dem Schiessstand konnte unser Präsident Rolf Düggelin eine gut gelaunte Schar Schützinnen und Schützen sowie viele Ehrengäste begrüssen. Besonders freuten wir uns über die Teilnahme unserer Frau Landes-Statthalterin Regierungsrätin Susanne Hochuli. Von Baden waren auch Stadtammann Geri Müller und der den Schützen immer gut gesinnte Stadtrat Roger Huber sowie Sportchef Andres Greter dabei. Aber auch die Präsidenten und Politiker der im Härdli beteiligten Gemeinden gaben sich die Ehre.

Susanne Hochuli beleuchtete einige Aspekte des Schiesswesens, zum Beispiel:

- Wie hat die Schweiz anno 1465 bei der Gründung des Schiesswesens in Baden ausgesehen? Vieles hat sich verändert, technisch und kulturell, aber die Pflege der Kameradschaft ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben.

- Schiessen ist ein Sport, der in jedem Alter betrieben werden kann.

- Schiesst jemand schlecht, kann er nicht die Anderen beschuldigen. Er/sie muss den Fehler zuerst bei sich selber suchen.

Unser Ehrenpräsident Dr. Peter Voser, mit seinen 92 Jahren noch erstaunlich frisch, gab uns Einblick in 550 Jahre Geschichte. Da der „Stadtschütz“ ja auch dokumentarischen Charakter hat, aber auch für die nicht-teilnehmenden Schützen seien nachstehend die Eckdaten der Vereinsgeschichte wieder gegeben:

  • 1427           Freischiessen (Schützenfest) in Baden

  • 8.6.1465      Die Schützen gründen die Bruderschaft St. Sebastian

  • 1481           Die Schützen kaufen das „Haus zum Sporen“, nunmehr „Zur                   Schützen“ in der Weiten Gasse, heute Nr. 25 Helsana

  • 27.12.1483  Schriftliche Festlegung der Satzungen der Schützen

  • 1674           Die Stadt baut ein neues Schützenhaus mit Gesellschaftsräu-                   men (Vorgängerbauten 1476 und 1566)

  • 1733           Verkauf des Hauses „Zur Schützen“

  • 1798           Einfall der Franzosen; Besetzung der Eidgenossenschaft

  • 13.1.1799    Auflösung der Bruderschaft St. Sebastian; vorübergehende                   Einstellung der Schiesstätigkeit

  • 1802           Wiederaufnahme des Schiessens auf dem Theaterplatz

  • 1814           Schiessplatz auf Theaterplatz wird aufgegeben, prov. Plätze

  • 1861           Neuer Schiessplatz auf Allmend/Belvédère, o. Schützenhaus

  • 1899           Schützengesellschaft kauft von der Ortsbürgergemeinde Land                    auf der Allmend und baut 1901 das Schützenhaus

  • 1974           Schützengesellschaft kauft das Restaurant Belvédère

  • 1994           Schützengesellschaft errichtet Stiftung Belvédère und über-                   trägt ihr das Rest. Belvédère und das Schützenhaus

  • 2004           Stadt Baden kauft sich in die Gemeinschaftsschiessanlage                   Härdli in Spreitenbach ein; Aufgabe Schiessplatz Belvédère

  • 2008           Stadt Baden erwirbt das Schützenhaus Belvédère

  • 2011           Schützenhaus Belvédère wird unter Denkmalschutz gestellt

Geri Müller überbrachte die Glückwünsche des Stadtrates aus Baden. Er wies auf die vielen Veränderungen in Baden hin. Immer mehr Leute ziehen in die Region. Daher muss man sich mehr zusammen tun, Projekte miteinander angehen. Das gelte auch im Sport und in den Vereinen. Er sehe aber, dass die Schützengesellschaft trotz ihrer 550 Jahre immer noch jung geblieben ist. Dass die Stadt Baden den weissen und roten Stadtwein für diesen Anlass sponserte, wurde mit grossem Applaus verdankt.

Rolf Düggelin bestätigte, dass man immer wieder die Kooperation mit den anderen Gesellschaften suche. Grundsätzlich sei er aber optimistisch gestimmt; die Mitgliederzahl ist in den letzen Jahren stabil geblieben.

Herbert Notter, Präsident des Bezirksschützenverbandes überbrachte die Grüsse vom Verband, dazu als Gabe noch 3-4 Harassen „Wildschweinbier“. Er zeigte sich über das gute Verhältnis mit den Stadtschützen Baden sehr erfreut.

Johannes Gabi, Präsident der Würenloser Schützen, möchte in 1-2 Jahren, vor dem Auflösen der Gesellschaft, mit Unterstützung der Badener auf dem Härdli noch ein „Hosenträgerschiessen“ durchführen. Was dies genau sein soll, will er uns später erklären.

Daraufhin dankte Rolf Düggelin noch den folgenden Teilnehmern:

  • Dem OK Komitee zur Vorbereitung und Durchführung dieses Anlasses mit OK-Präsident Peter Hallauer und den OK-Mitgliedern Christine Lovino, Sandra Kalt und Christian Häfeli.

  • Dem Küchen- und Restaurant-Team mit Sandra Kalt und den „Caterern“ des Hotel Linde, welches uns mit Buntem Salat, Schweinshalsbraten mit Knöpfli, Crèmeschnitte und Kaffee vorzüglich bewirteten.

  • Allen, die in irgendeiner Funktion am Anlass mithalfen.

Als Geschenk konnte jeder noch ein USB-Stick nach Hause nehmen, elegant versteckt in einer goldfarbenen Patronenhülse und zugleich als Schlüsselanhänger verwendbar.

Am Schluss sah man durchwegs fröhliche Gesichter. Jung und Alt konnten einmal mehr die Kameradschaft und Verbundenheit pflegen. Der Jubiläums-Anlass war ein „Volltreffer“, um im Schützenjargon zu sprechen.

(Max Keusch)

Meistgesehen

Artboard 1