Wer macht sich schon täglich Gedanken, woher unser «Trink- und Verbrauchswasser» herkommt und in welcher Qualität? Auf all diese Fragen und noch vielen mehr bekamen die Teilnehmer/Innen, welche an der Besichtigung des Grund-Wasserwerkes der Stadt Zürich teilnahmen, ausführliche Antworten. Mit einer Diaschau wurde uns die Organisation der Wasser-Versorgung der Stadt Zürich und deren näheren Umgebung gezeigt. Rund 280 Mitarbeiter/Innen sorgen dafür, dass aus 1224 Brunnen und sämtlichen Wasserhahnen der Stadt Zürich, jederzeit hervorragendes Trinkwasser fliesst.

Seit hunderten von Jahren beruht die Trinkwasserversorgung der Stadt Zürich auf den Pfeilern Quellwasser, Grundwasser und See/Limmat-Wasser. Die Anteile haben sich im Laufe der Zeit allerdings stark verändert. Heute fliessen in den Leitungen rund 70 % Wasser aus dem See, 20 % Grundwasser und nur noch 10 % Quellwasser. «Züri-Wasser» ist also eine besondere Mischung, deren Zusammensetzung je nach Tages- und Jahreszeit unterschiedlich ausfällt. Ein wenig unterscheidet sich die Wasserzusammensetzung nach den Quartieren. Überall und jederzeit ist das Zürcher Trinkwasser aber hygienisch einwandfrei, von gutem Geschmack und eher kalkarm. Die Wasserversorgung beliefert neben der Stadt Zürich weitere 67 Gemeinden in der Region mit Trinkwasser.

Trinkwasserist als Durstlöscher eine echte Alternative zum Mineralwasser. Es ist von hoher Qualität und bis zu 1000 Mal billiger sowie vor allem bis zu 1000 Mal umweltschonender.

Wasserqualität Trinken ist gesund - vor allem wenn es sich um Wasser handelt. Wasser löscht den Durst nachhaltig, anders als alkoholische oder koffeinhaltige Getränke, welche durch ihren Genuss noch durstiger machen. Zu diesen Getränken sollte deshalb immer auch Wasser getrunken werden. Das «Züri-Wasser» schmeckt gut und kann ab dem Hahn jederzeit getrunken werden. In hygienischer Hinsicht ist es mindestens so gut wie die meisten Mineralwasser, nur deren Mineraliengehalt ist höher. Preislich ist Hahnenwasser dagegen unschlagbar günstig: Wasser aus dem Supermarkt kostet etwa 1000 Mal mehr als jenes von der Wasserversorgung, das zudem noch ins Haus geliefert wird. Und wer Wasser lieber mit Kohlensäure geniesst, findet eine breite Auswahl an «Sprudlern», die der Anreicherung des Leitungswassers dienen.

Wasser aus dem Zürichsee Die hohe Lebensqualität Zürichs ist zu einem guten Teil dem See zu verdanken. Der Zürichsee prägt das Bild der Stadt und ermöglicht Baden und Wassersport. Der See dient zudem der Wasserversorgung als beinahe unerschöpfliches Reservoir. Um die erstklassige Qualität von Trinkwasser zu erreichen, muss das Rohwasser in einem mehrstufigen Verfahren aufbereitet werden. Dies geschieht in den beiden Seewasserwerken Lengg und Moos.

Qualität Seewasser Dank der grossen Anstrengungen im Gewässerschutz hat sich in den letzten Jahrzehnten die Qualität des Rohwassers stark verbessert. Dies hat es der Wasserversorgung Zürich ermöglicht, auf die Beimischung von Chlor ins Trinkwasser zu verzichten, was von den Konsumenten besonders geschätzt wird. Selbstverständlich wird die Qualität des Wassers auf allen Aufbereitungsstufen permanent überwacht.

Wasserwerke Neben den beiden Seewasserwerken Lengg und Moos, betreibt die Wasserversorgung Zürich das Grundwasserwerk Hardhof. Das Wasser aus den Quellen im Sihl- und Lorzetal wird im Quellwasserwerk Sihlbrugg gesammelt, jenes aus den kleineren Quellen rund um die Stadt fliesst direkt ins Quellwassernetz

Wasseraufbereitung Quellwasser und Grundwasser wird weitgehend ohne zusätzliche Reinigung abgegeben. Die natürliche Filterwirkung des Bodens wird höchstens durch kleine Sandfilter verstärkt. Das Seewasser ist hingegen der Verschmutzung viel stärker ausgesetzt und muss aufbereitet wer-

den, um als einwandfreies Trinkwasser dienen zu können. In Zürich werden zur Aufbereitung hauptsächlich der Natur nachempfundene Filtrations- und Oxidationsverfahren verwendet.

Wasserverteilung Trinkwasser wird in die Haushalte geliefert. Von den drei Wasserwerken bis zu den Wasserzählern der Häuser ist aber ein weiter Weg. Um sicherzustellen, dass in jeder Leitung immer Wasser mit einem konstanten Druck fliesst, ist eine permanente Steuerung und Kontrolle des Systems nötig

Nach soviel Wissenswertem über das «Wasser», nach einem Rundgang durch das Gelände, Treppen auf und ab, der Besichtigung der horizontalen Grundwasserfassung mit der Demoschau, dem Kompressor- und Pumpenraum mit den zwei großen Notstrom-Aggregaten (Motoren Marke BBC) und am Schluß noch die Besichtigung des Kommandoraumes, von wo aus alle drei Werke inkl. Quellwasserfassung im Werk Sihlbrugg gesteuert werden, waren alle Teilnehmer/Innen froh auf ein sprudeldendes kühlendes «Züri-Wasser» zusammen mit einem Sandwichs. Herzlichen Dank Bruno für den interessanten Nachmittag und die gute Organisation. /rchi

Quelle Infos. Wasserwerke Zürich