glp Grünliberale Partei Baden / Ennetbaden

Anhörung Stadt Baden - Vernehmlassung Schulhausplatz:

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Die glp (Grünliberale Stadtpartei Baden) steht dem Projekt „Schulhausplatz» bedingt positiv gegenüber.

I. Zu den betroffenen Achsen:
- K 268 Mellingerstrasse, Bereich, Fussgängerübergang Klösterli (Hotel Linde) bis Badener Tor
- K 117 Bruggerstrasse, Schlossbergtunnel/Bereich Gstühl
- K 273 Seminarstrasse, Brückenkopf Ost Hochbrücke

K 268: Vorgesehen sind zusätzliche Spuren als Stauraum auf der Höhe Badener Tor und Linde (Seite Primavista). Dies um einen Rückstau auf die Autobahn zu vermeiden und den Verkehrsfluss über den Schlossbergtunnel (K117) in die Bruggerstasse (K117) zu gewährleisen. Genügen die Stauräume im Spit-zenverkehr nicht, sollen die Pförtneranlagen ausser Betrieb gesetzt werden. Auswirkungen auf die übrigen Achsen und die Innenstadt muss geprüft werden.

K 273: Um den Verkehrsfluss stadtauswärts nach Wettingen zu verbessern, ist für die Linksabbieger eine separate unterirdische Busrampe vom Schlossbergtunnel zum Brückenkopf vorgesehen. Kostenpunkt: 20 bis 35 Mio (je nach Perimeter). Der Zubringer-öV, insbesondere die Anbindung an den Bahnhof Baden wird dadurch nicht begünstigt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss geprüft werden.

II. Fussgänger, Velos
Eine unterirdische Fussgängerebene soll die Erreichbarkeit verbessern. Auf der Verkehrsebene bleibt einzig der Fussgängerstreifen beim Brückenkopf bestehen. Damit wird der Langsamverkehr weit-gehend in den Untergrund verbannt. Damit im Vorstadtbereich die Attraktivität der Fussgängerebene gewährleistet ist, sind ansprechende Lichtverhältnisse - entsprechend der Visualisierung - und Ordnung und Sicherheit wesentlich.
Dem Veloverkehr ist eine weniger stiefmütterliche Behandlung zu gönnen. Er muss sich mit Restflächen begnügen. Verbesserungen sind erwünscht.

III. Zusammenfassung
Die glp (Grünliberale Stadtpartei Baden) steht dem Projekt „Schulhausplatz" bedingt positiv gegenüber. Sie begrüsst die Absicht, der Altstadt mehr Raum zu geben und die Erreichbarkeit für die Fussgänger zu fördern. Sie bezweifelt, ob dies für eine nachhaltige Stadtreparatur ausreicht. Die dreijährigen Bauphase wird auf die Altstadt negative Wirkung ausüben und könnte für eine zu lange Phase der Wiederbelebung verantwortlich sein. Dass den Bedürfnissen des Durchgangsverkehrs Priorität eingeräumt wird, ist nur bedingt nachvollziehbar.
Die glp verlangt, dass die Bauprojekte der Stadt Baden untrennbar mit den vorgesehenen Investitionen von 60 Mio für das Verkehrsmanagements des Kantons verankert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Baden sich zubetoniert und der Verkehrsfluss in der Mellingerstrasse und der Innenstadt nicht genügend optimiert und somit die Lebensqualität beeinträchtigt wird. Die glp erklärt eine Erhebung, woher (Quelle) und wohin (Ziel) die Fahrzeuge unterwegs sind, als notwendig. Die Ergebnisse könnten eine grossräumige Um-fahrung des Stadtkerns als plausible Lösung aufzeigen. Alle geplanten Massnahmen sollten folglich in ein Gesamtsystem eingebettet werden, das einen verhältnismässigen Rückbau (Kreisel) erlaubt.

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