Gemischter Chor Dättwil

Chorreise 2013 nach Appenzell

megaphoneVereinsmeldung zu Gemischter Chor Dättwil

Gut gelaunt – ein Markenzeichen unseres Chores – erwartet eine stattliche Zahl Sängerinnen und Sänger den Zug via Zürich und Gossau nach Appenzell.

Dort, im Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden (Innerrhoden bedeutet Innerer Bezirk), trifft die Schar unseren ehemaligen Mitsänger Roland Oggier mit Partnerin Verena, welche seit kurzem in Appenzell wohnen und die Idee zur Chorreisedestination gaben.

In zwei Gruppen, unter sympathischer, kompetenter, weiblicher Führung, geht’s auf den Dorfrundgang. Antonia Koller, die eine Begleiterin, weist zu Beginn lachend hin auf das im Appenzeller Dialekt beinahe unausgesprochene «r». Trotz dieser etwas ungewohnten mündlichen Besonderheit verstehen wir sie natürlich bestens.

Gemütlich und genüsslich ziehen wir vorbei an wunderschönen Häusern – speziell in der Hauptgasse, kunstvoll bemalt, zum Teil in Blockbauweise, oft mit geschweiften Giebeln, Türmchen und Klebedächern, und vielen Geschäften, wo zum Beispiel das Kunsthandwerk des Gürtlers – als Teil davon das Ziselieren, gepflegt wird (Ziselieren ist die spanlose Bearbeitung von Metall mit Hammer und «Iseli» zur Formung und Verzierung der Oberflächen), oder etwa die Trachtengeschäfte, wo die kostbare, traditionelle Bekleidung samt vielfältigem «Zubehör» zu bestaunen und zu kaufen ist.

Wir vernehmen unter vielem anderen, dass der auf 780 Metern über Meer am Fuss des Alpsteins liegende Kantonshauptort am 18. März 1560 fast vollständig niederbrannte und das Ortsbild somit geprägt ist durch Bauten nach diesem Brand, dass die Dorfpfarrkirche St. Mauritius über der Sitter in klassizistischer Manier wieder aufgebaut wurde, dass der stolze Appenzeller seinen Ohrhänger rechts trägt, um die linke Seite für die Geige freizuhalten, dass Appenzell heute nur noch 30 statt wie früher 140 Beizen zählt und dass die Bevölkerung zu etwa 80% katholisch ist.

Während des Umgangs ist am Dorfrand die umliegende sanfte Hügellandschaft mit den typischen Einzelhöfen und Streusiedlungen zu sehen.

In der Appenzeller Käserei – aus touristischen Gründen auch in anderen Weltsprachen angeschrieben – gab’s feinen einheimischen Käse verschiedenen Geschmacks, natürlich mit passendem Wein, zu probieren; etwas Zurückhaltung beim Käseverzehr war geboten, stand doch das auch durch choreigenen Gesang aufgelockerte Mittagessen im Hotel Säntis bevor.

Roland, unser Ehemaliger, erzählte vor dem Dessert kurz aus der gemeinsamen Lebensgeschichte mit seiner Partnerin Verena und bedankte sich freudig für unseren Besuch in ihrer neuen Heimat; unsere Präsidentin Annalise sagte ihnen mit einem kleinen Geschenk Dank für die Chorreise-Appenzell-Idee, den netten Empfang samt Begleitung durch’s Dorf und beim Essen.

Neben dem Hotel Säntis, am Rand des historischen Landsgemeindeplatzes, gab der Chor mit Gastsänger Roland den auch für die Passanten beeindruckenden «Le Ranz des Vaches» zum Besten.

Zwischen Mittagessen und Rückfahrt gab es dann noch genügend Zeit für zusätzliche kulturelle Aktivitäten, wie Flanieren, Einkaufen für sich und die Lieben zuhause und zum Kaffeetrinken. Nach der Verabschiedung von Roland und Verena mit vielen gegenseitigen guten Wünschen ging’s nach einem wetterglücklichen und zufriedenen Tag zurück in den Aargau.

Ein herzliches Dankeschön von allen Teilnehmenden an Sabina für die feine Organisation dieser Chorreise vom 8. September!


Berichterstatter: Ruedi Scherer, 16. Oktober 2013

Meistgesehen

Artboard 1