Bei einem Treffen mit den Badener Stadtbehörden zeigte sich, dass ganz allgemein ein spezifisches Wissen über die Clubgeschichte fehlt und dass mit der weiter voranschreitenden Zeit immer mehr verloren gehen kann.

So ging Heinz Walter, Ehrenmitglied des JCBW, selber allerdings gewissermassen Judo-Laie, unbeschwert, unbelastet und ohne konkretes Wissen an die Arbeit.  Es war nicht immer einfach, weil viele Dokumente bei vielen Personen zuerst einmal aufgespürt werden mussten. Mit der Zeit und unendlicher Geduld und Beharrlichkeit konnte Stein um Stein gesucht und zu einem Mosaik zusammen gefügt,  was mehr als drei Monate gedauert hat.

Walter kontaktierte alle Zeitzeugen, von denen er glaubte, dass sie ihm helfen könnten. Sie gaben Auskunft über das, was sie noch  wussten und haben nachher alles zum Korrekturlesen bekommen. So entstand allmählich ein konkretes Wissen in Wort und Bild. Ziel war es, die Clubgeschichte leicht lesbar zu schreiben und mit ein paar authentischen Fotos  zu illustrieren.

Als Nebenprodukte sind zusätzlich noch weitere wichtige Erkenntnisse entstanden. So z.B:

                - die Mitgliederentwicklung und Auflistung von allen Generalversammlungen

                - die Geschichte vom Badener Dojo, dem Trainingsraum

                - die Vorstandsbesetzung von 1949 bis 2011

                - die Auflistung von der Verleihung des Badener Schwerts

                - die Gründung des Aargauer Judoverbands und seine Präsidenten

                - alle vom JCBW organisierten Meisterschaften von 1957 bis heute

                - die Highligths des JCBW

                - die Aufzählung der 25 Badener Schülerturniere

Dann, am Sonntagnachmittag, 29. Januar, schickte Heinz Walter ein E-Mail an alle Mitglieder, welche ihm in den letzten drei Monaten so oft geholfen hatten und teilte mit, dass jetzt das Buch im Format A4 mit 230 Seiten und fast 100 Bildern fertig geschrieben sei und dass der Druck von 100 Stück rund 4'750 Fr. kostet. Ein Betrag, welcher dem Verein nicht ohne Budgetzugemutet kann.          

Danach haben sich die Ereignisse überstürzt. Innerhalb von genau 26 Stunden meldeten sich, sage und schreibe, acht Persönlichkeiten aus dem JCBW, die ihre Teilnahme an der Finanzierung mit konkreten Angaben ankündigten. Als absoluter Knüller kam gar ein Mail aus Lappland mit einer weiteren Zusage. Das war neuer Streckerekord. Am Schluss haben sich total dreizehn Mitglieder gemeldet, welche als Donatoren dafür sorgen wollen, dass die „Geschichte des Judoclub Baden-Wettingen“ gedruckt werden kann.

Dem erfolgreichen Autor, Heinz Walter, wurde für seine grosse Arbeit anlässlich der Generalversammlung  gedankt und ihm als Ausdruck der Wertschätzung das legendäre Badener Schwert verliehen. Dieses echte Samurai-Schwert, gestiftet vom Clubgründer Hans Hartmann, 8. DAN, wurde seit 1958 bereits 45 Mal an Persönlichkeiten verliehen, welche dem Verein besondere Leistungen erbrachten. Das „Badener Schwert“ ist eine begehrte Auszeichnung und darf während eines ganzen Jahres behalten werden. (mwe)