Bei besten Wetterbedingungen konnten die fast 40 Kopfweiden wieder in ihre Form gebracht werden.       

Den ersten Arbeitseinsatz des Jahres liessen sich fast zwanzig Personen nicht entgehen: Auf Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Unterentfelden wurde sämtlichen Weiden bei den drei Weihern in der Quellmatte, am Talbächli  und an der Suhrenmattstrasse ihre typische Kopfform verpasst. Die Kopfbildung bei der Silberweide ist eine für unsere Region typische Kultivierungsform von Weiden, nicht aber eine spezielle Weidenart wie oftmals vermutet. Entstanden sind Kopfweiden aber nicht aus ökologischen Überlegungen heraus, sondern aus einem ganz trivialen Grund: Der Landwirt nahm zum Einzäunen seiner Wiese Weidenstecken, die dann zu treiben begannen. Entlang der Gewässer stand immer genügend Wasser zur Verfügung, weshalb die entstandenen Kopfweiden auch in trockenen Sommern überlebten und ganzjährig zur Zaunbildung verwendet werden konnten.

Die fast zwanzigjährigen Weiden haben in der Zwischenzeit einen beträchtlichen ökologischen Wert: Die raue Borke und der zerklüftete Kopf mit seinen vielen Einschnitten bieten Platz für sehr viele Insektenarten, die ihrerseits wieder als Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere dienen. 

Wer an den Weidenruten für Flechtarbeiten interessiert ist, darf sich gerne davon bedienen. Sie liegen in der Quellmatte in der Nähe der Weiden.