glp Grünliberale Partei Baden / Ennetbaden

Die glp zur Einwohnerratssitzung vom 07.12.2010

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Wohnbaustrategie ja ohne die Innenstadt zu vergessen

Zu keinem Kommentar Anlass geben die Kreditabrechnungen über den Zusammenschluss Neuenhof Baden und über den Verkehrskreisel Landvogteischloss. Auch eine korrekte Abrechnung über den Umsetzungskredit des Massnahmenplans Luft kann die aktuelle Situation, nämlich die seit 2000 konstant hohe Luftbelastung, nicht wegzaubern. Hauptursache für diese ist in Baden der Verkehr, und auch ein neu gestalteter Schulhausplatz und die flankierenden Massnahmen auf den entsprechenden Verkehrsachsen werden keine Verminderung bringen. Wie Lösungsansätze finden, wenn eine regionale Zusammenarbeit wegen mangelnder Ressourcen nicht möglich ist? Das Postulat von Ursina Schmidlin, günstige Mietwohnungen zu schaffen und keinen städtischen Grundstücke mehr zu verkaufen, und die Volksinitiative „Baden für alle - für bezahlbaren Wohn-, Kultur- und Gewerberaum in der Stadt Baden" der SP hat die Stadtverwaltung veranlasst, die Wohnbaustrategie 2010 mit einem Massnahmenkatalog zur Genehmigung vorzulegen. Kernpunkte sind die Gründung einer Stiftung mit CHF 10 Mio Eigenkapital und eine Bevorzugung von Familien und Alleinerziehenden als Mieter im Brisgi und später im Galgenbuck, dies alles ohne die soziale Durchmischung aus den Augen zu verlieren. Die glp befürwortet die Wohnbaustrategie, möchte aber betonen, dass Familien (insbesondere 1-Elternfamilien ohne Auto) sehr gerne in der Innenstadt wohnen, da die Infrastruktur im Schul- und Betreuungsbereich 100%ig abgedeckt ist und die Mobilität optimal. Die verkehrsfreien Zonen, nahe Erholungsgebiete (Limmat, Schloss Stein, Kurpark u.a.m.) und kurze Einkaufswege sind weitere Vorteile. Wahrscheinlich sind es genau diese Gründe, die den SRRB dazu bewegt, Wohnungen für ältere selbständige Menschen im Zentrum zu fördern. Die Durchmischung und soziale Kontrolle in der Innenstadt würden mit diesen beiden Gruppen garantiert. Zu guter Letzt verweist die glp auf ihre eingereichte Motion betr. Schulhausplatz (vgl. AZ vom 02.12.10). Der Zweck ist, das ausserordentliche Planungs- und Finanzierungsvolumen durch eine „Second Opinion" (ohne Kostenfolge für die Auftraggeberin) einer unbefangenen Fachhochschule analysieren zu lassen. (IW)

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