Baden und Neuenhof sind reif für den Zusammenschluss

Dies schliesst die Fraktion der SP Baden aus dem kürzlich erschienenen Schlussbericht. Wer sich fragt, welcher der beiden Gemeinden der Zusammenschluss mehr bringt, wird als erstes Neuenhof sagen und damit auch Recht haben.

Neuenhof gibt seine politische Selbstständigkeit auf und erreicht finanzielle Stabilität und die Beteiligung an der Infrastruktur und allen Angeboten der Zentrumsgemeinde. In verschiedenen Bereichen wie z.B. in der Kultur, in der familienergänzenden Betreuung oder in der Standortförderung sind die Unterschiede zwar gross und werden nicht von heute auf morgen ausgeglichen, in einem Zeithorizont von zehn bis fünfzehn Jahren werden sich diese ausgeglichen haben. Darauf freuen sich bestimmt nicht nur viele junge Familien.

Baden gewinnt viel, weil Neuenhof viel zu bieten hat: Die Stadt findet einen engeren Anschluss an die Zürcher Agglomeration mit ihren rasanten Veränderungen: Eine ideale Verkehrsanbindung nicht nur für den MIV, sondern auch für den ÖV, ausgezeichnete und gut funktionierende Schulstrukturen und -kulturen, ein vielfältiges Vereinsleben, den Stausee und den Rüsler als wertvolle Naherholungsgebiete.

Dank dem Zusammenschluss mit Baden werden sich zahlreiche Firmen in Neuenhof niederlassen, was bereits kurze Zeit nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung klar wurde. Firmen, die in Baden heute und morgen keinen Raum mehr finden. Davon wir die neue Gemeinde profitieren.

Mühe bekundet die SP Fraktion mit der Tatsache, dass die Stimmberechtigten beider Gemeinden innerhalb von etwas mehr als vier Jahren gleich dreimal zur Wahl aufgerufen werden: Vor wenigen Wochen wurden in Neuenhof und Baden die Exekutive und die Schulpflege gewählt, in Baden zudem der Einwohnerrat. Wird dem Zusammenschluss zugestimmt, sind diese Gremien per 1.1.2012 neu zu besetzen. Und da der gesamte Kanton im gleichen Rhythmus wählen muss, stehen bereits im Herbst 2013 wieder Wahlen an. Dies ist eine Strapaze für alle Beteiligten: die Wählenden und die zu wählenden. Es beansprucht personelle und finanzielle Ressourcen und erschwert eine konstante und zukunftgerichtete Arbeit für die neue Gemeinde.

Wie auch immer, die SP Fraktion Baden steht hinter dem Zusammenschluss und wird sich für eine starke sozialdemokratische Vertretung in der neuen Gemeinde engagieren. Nicht nur während den Wahlen!

Für die Fraktion der SP Baden, Barbara Bircher