Zweite Mitwirkung BNO „Limmatknie". Die glp fragt sich, warum eine Mitwirkung vom Parlament, von Privatpersonen und Verbänden mit den Stereotypen „die Entwürfe müssen nicht angepasst werden" und „Kenntnisnahme" kommentiert werden. Sind ausserhalb des Stadthauses und der Investorengruppe keine kompetenten Personen, die etwas von Gestaltungsplänen, historischer Substanz, Stadtbild und Thermalbaden in Baden verstehen? Warum wurde kein einziger Vorschlag einbezogen? Ist das Parlament nur noch Kulisse für das Schauspiel „Der Stadtrat Baden macht der Verenahof AG den Hof"? Wir wiederholen, dass eine Wiedergeburt des Bäderquartiers notwendig ist, aber die Art und Weise, wie dies zustande kommen soll, missfällt. Es scheint, dass die Entwicklungs- und Nutzungsplanung gemäss den Vorgaben der Investoren formuliert, d.h. dem Botta-Projekt angepasst wurden. Der Stadtrat nennt es Parallel-Planung. Dieses Vorgehen ist unbefriedigend. Der Stadtrat hat es verpasst, beim Landverkauf eine grundbuchliche Sicherheit festzuhalten, mit welcher das Thermalbad für die Bevölkerung öffentlich zugänglich bleiben kann, falls der Betrieb den Renditenvorstellung der neuen Betreiber nicht entspricht und im schlimmsten Fall geschlossen wird. Nun sitzen die Verantwortlichen in der Klemme und müssen nach dem Diktat der Investoren tanzen. Eine wesentliche Verbesserung der BNO-Formulierung zugunsten des Ortsbildschutzes muss zustande kommen.
Die Neugestaltung der Weiten Gasse erinnert mit den Natursteinplatten, Gubersteinen und schrägen Schalensteinen an eine Baumusterzentrale. Die Gewerbetreibenden haben erkannt, dass die Weite Gasse eher eng ist und fordern mit einheitlichem Belag und Niveau eine Gestaltung, die der Kleinräumigkeit der Häuserzeilen mit ihren verschiedenartigen Auf- und Abgängen entgegentritt. Optisch soll die bisherige Aufteilung Fussgänger und Fahrbahn verblassen und ein einheitliches Platzgefühl sich einstellen. Das heutige Nutzungskonzept mit Bussen ist provisorisch und daher genügt vorläufig eine blosse Sanierung mit einem kostengünstigen Belag. Der Weg wäre frei, zu einem späteren Zeitpunkt eine Gestaltung zu wählen, die auch den Benutzern entspricht. Die glp fasst eine Rückweisung des Antrages ins Auge.
Die geplante Tangentiallinie Dättwil-Neuenhof wird begrüsst. Die anno 2010 vorgegebene Linie soll jedoch im Detail überprüft und den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden.
Ob die Sanierung des Parkhauses Gartenstrasse wohlüberlegt und in den nöti-gen Gesamtzusammenhang gestellt worden ist, wagen wir zu hinterfragen. Wir meinen, es wäre eine gute Gelegenheit und sinnvoller, an diesem privilegierten Standort Wohnraum zu schaffen und die Parkplätze an einen andern Standort zu verlagern, sei es im Rahmender Neubauprojekte Baden Nord oder im Zusammenhang mit den angedachten Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand. (IW)