Was für die einen Abfall ist, ist für Unternehmen wie zum Beispiel die Kehrrichtverwertungsanlage Turgi ein Energielieferant. Firmen wie auch private Haushalte lieferten im Jahr 2011 insgesamt rund 1500 Tonnen Müll, welcher in Energie umgewandelt wurde.
Zahlreich erschienen sind Mitglieder der BDP und Interessierte, um sich die KVA Turgi näher bringen zu lassen. Hinter dem unscheinbaren Gebäude verbirgt sich ein Labyrinth aus Gängen mit verschiedensten Maschinen und Räumen. Vor allem der enorme Kehrichtbunker wurde bestaunt und liess die Teilnehmer darüber nachsinnen, wie es wohl wäre, den grossen Kran selber zu bedienen. Auch die grossen Verbrennungsöfen sind eine Faszination für sich. Riesige Mengen an Abfall werden darin täglich verbrannt, der in Strom und Wärme umgewandelt wird. Auf dem Dach wurde neben der Aussicht auch der 80 Meter hohe Kamin bewundert, welcher die gereinigten Rauchgase nach aussen abgibt. Diese Rauchgase erfüllen die Luftreinhalteverordnungen und sind für die Umwelt somit unschädlich.
Beim anschliessenden Apéro wurde angestossen, über das Gesehene diskutiert und fleissig Fragen gestellt. Peter Zeller, Betriebsleiter der KVA Turgi, nahm sich viel Zeit, diese zu beantworten und brachte die Teilnehmer zum Nachdenken. Ein geselliger und informativer Anlass, der zeigte, dass unser Abfall nicht wertlos ist, sondern unser Haus warm hält. (nwe)