NLA-Badminton

Gelungener Auftakt: Team Argovia startet gleich mit zwei Siegen in die neue Saison

Einen starken Auftritt zeigte die 1. Mannschaft vom Team Argovia beim Start der Badminton-Saison in der Nationalliga A. Es gewann sowohl am Samstag das erste Heimspiel in Gebenstorf gegen den BC‑Uzwil als auch das erste Auswärtsspiel bei Badminton Lausanne Association jeweils mit 5:3.

Dabei liess sich das Team nicht davon irritieren, dass sie zum Auftakt auf Nikita Khakimov und Joel König verzichten mussten, zudem durfte der Neuzugang Johannes Pistorius in Lausanne COVID-19-bedingt nicht spielen.

Keine idealen Voraussetzungen, wenn die Gegner in Bestbesetzung antreten können. Es zeigte sich einmal mehr, wie viel ein guter Team-Geist wert ist: die neuen (alten) Spieler/innen konnten sich perfekt ins Team integrieren und «lieferten» auch gleich.

Samstag, 3. Okt.: Team Argovia – BC Uzwil: 5:3

Der BC Uzwil bot alle drei Neuverpflichtungen auf: den Kroaten Zvonimir Durkinjak und bei den Damen Milena Schnider und mit der Niederländerin Cheryl Seinen nicht weniger als die aktuelle Nr. 24 der Welt im Damendoppel.

Davon überhaupt nicht beeindrucken liess sich Rückkehrerin Ronja Stern, die nach ihrer langen Verletzungspause ihr erstes Interclubspiel überhaupt nach über einem Jahr bestritt, und mit Lea Müller souverän das Damendoppel in drei Sätzen 11:6, 11:9 und 11:3 gewann.

Nicht schlechter lief es  im 1. Herrendoppel, in dem Neuzugang Johannes Pistorius mit Tobias Künzi in vier Sätzen gewann und somit das Team Argovia etwas überraschend mit 2:0 in Führung brachte. Den Erfolg perfekt machten Maryna Ilynska (Dameneinzel), Tobias Künzi im 2. Herreneinzel und Christian Kirchmayr (1. Herreneinzel). 

Sonntag, 4. Okt.: Badminton Lausanne Association – Team Argovia: 3:5

Dem Spiel in Lausanne sah man mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits gab der Sieg gegen den Favoriten aus Uzwil Selbstvertrauen, andererseits «gingen die Spieler aus». Ohne die Stammspieler Nikita Khakimov, Joel König und Johannes Pistorius fehlte ein Doppel- und Mixedspieler, so dass Timm Stern aus der NLB-Mannschaft einspringen musste.

Anders als am Vortag ging der Start daneben: das Damendoppel (Lea Müller, Maryna Ilynska) verlor unglücklich in vier Sätzen, das 1. Herrendoppel (Christian Kirchmayr, Tobias Künzi) noch knapper im 5. Satz mit 9:11.

Und dann? Die beiden «Neulinge» im Team (Cedric Nyffenegger und Timm Stern), denen man am wenigsten einen Erfolg zugetraut hatte, spielten frech auf und gewannen das 2. Herrendoppel in einem 5-Satz-Krimi mit 11:9, 7:11, 7:11, 11:9 und 11:9.

Das war die Wende. Maryna Ilynska steigerte sich nach verlorenem Startsatz und gewann das Dameneinzel in vier Sätzen, Tobias Künzi liess seinem Gegner im 2. Herreneinzel keine Chance (glatter 3-Satz-Sieg) und auch Cedric Nyffenegger gewann im 3. Herreneinzel sein zweites Spiel für das Team.

Mit dem sicheren Unentschieden waren das Team und die mitgereisten Fans nach den Ausfällen und dem missglückten Start mehr als zufrieden, aber das Team wollte jetzt noch mehr. Das abschliessende 1. Herreneinzel zwischen den beiden Top-Spielern beider Teams entwickelte sich zur nervenzerrenden Partie auf Spitzenniveau.

Auf der einen Seite der für Lausanne spielende erfahrene Pole, auf der Seite vom Team Argovia der erfolgshungrige Christian Kirchmayr, der mit dem Sieg tags zuvor viel Selbstvertrauen getankt hatte und in bestechender Form spielte. Am Ende nach 5 Sätzen hatte er hauchdünn die Nase vorne und bescherte damit dem Team Argovia den zuvor nicht für möglich gehaltenen Auswärtssieg.

Für das Team Argovia zählen nicht nur beide Siege, viel mehr auch das Wissen, dass es als Team stark ist und Ausfälle sehr gut kompensieren kann. Und diese werden in der laufenden Saison COVID-19-bedingt sicherlich noch häufiger auftreten.

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