Historischer Verein Guldental

Generalversammlung Historischer Verein Guldental

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Dr. Bruno Bohlhalter hält sein packendes Referat zur Uhrenkrise von 1970-1984.

Dr. Bruno Bohlhalter

Dr. Bruno Bohlhalter hält sein packendes Referat zur Uhrenkrise von 1970-1984.

Generalversammlung Historischer Verein Mümliswil

Der Gastvortrag von Dr. Bruno Bohlhalter zu den Krisen der schweizerischen Uhrenindustrie hat die Mitglieder des Vereins in seinen Bann genommen.

Die Versammlung des Historischen Vereins Guldental lief reibungslos und flott über die Bühne. Die Tätigkeiten des vergangenen Jahres fanden bei den Mitgliedern guten Anklang und dürfen als Erfolge gewertet werden. Spannend war der anlässlich der letzten Generalversammlung gehaltene Vortrag von Martin Büttler mit persönlichen Einsichten in die Schweizer Garde in Rom. Der Vereinsausflug nach Choindez ins Von Roll Museum führte zu Fragen wie „Könnsch das?“ und vielen „Weisch no?“. Der Abend für die Würdigung des viven 90-jährigen Mümliswiler Mundartdichters Sepp Scacchi  kam beim Publikum sehr gut an. Der Guldentaler Kalender 2019 konnte sehr gut an die Käuferschaft abgesetzt werden. In diesem Sinne hat der Historische Verein Guldental für das Jahr 2019 ähnliche Tätigkeiten geplant. Finanziell steht der Verein auf gesunden Füssen. Als Nachfolgerin des abtretenden Kassiers Josef Bader konnte Therese Haefely-Baumgartner gewonnen werden.

Im zweiten Teil warteten alle Anwesenden gespannt auf den Vortrag von Herrn Dr. Bruno Bohlhalter.

„Die schweizerische Uhrenindustrie und ihre Krisen“, so lautete der relativ trockene Titel des Referates. Aber Herr Dr. Bohlhalter wusste sein Publikum abzuholen, und alle lauschten gespannt  seinen Ausführungen. So stellte er die These in den Raum, dass in den 1970er  nicht die aufkommenden digitalen Uhren der Japaner zur grössten Uhrenkrise der Schweiz führten, sondern die Strukturen innerhalb der schweizerischen Uhrenindustrie. Und um diese These zu begründen schlug der Referent den Bogen zurück an die Anfänge der Uhrenindustrie im 20. Jahrhundert. Er zeigte auf, dass das Uhrenstatut der eigentliche Auslöser für die Strukturkrise der Jahre nach 1970 war. Diese Krise hatte zur Folge, dass bis zu deren Ende 60’00 Arbeitsplätze verloren gingen. Er stellte auch fest dass mit Hilfe einer durch Schweizer Banken gewährten Finanzspritze zwischen 1981-1983 die Uhrenindustrie auf eine neue Basis gestellt werden konnte. Die damaligen 860 Millionen Franken waren für diese Zeit eine ungeheuerlich grosse Summe. Aber sie zeigten Wirkung, denn die Uhrenindustrie erhielt einen neuen Aufschwung, so dass sie 2018 6000 Beschäftigte mehr hatte als beim Strukturbruch von 1984. Sehr schön konnte Herr Dr. Bohlhalter aufzeigen inwiefern die Fabrikation der Roameruhren in Mümliswil durch die Uhrenkrise betroffen war. Diese Betroffenheit war auch bei einigen Zuhörenden festzustellen, die in der Uhrenfabrik in Mümliswil bis zu deren Schliessung gearbeitet hatten.

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