Ein vollgepackter Voranschlag
Die sieben Baukreditabrechnungen geben zu keinem Kommentar Anlass. Mit der Abschreibung des Sportkonzept-Postulates ist zu rechnen, auch wenn damit die Folgekosten für dieses Pilotprojekt noch offen sind. Zum Voranschlag und Produktebudget für 2012 wird die glp zu wenigen Punkten Stellung nehmen. Es werden laufend neue Aufgaben und Projekte in Angriff genommen, die immer mehr Personal und entsprechende Kosten generieren. Die gebundenen Ausgaben sind und bleiben hoch. Ist es wichtig, in den Rankings vielfach einen der vordersten Plätze zu belegen? Sollten wir nicht vorausschauend an der Kostenschraube drehen? Freiwillig sparen, versuchen, die Kosten jedes Postens zu senken und auf die Kriterien „nice to have" und „must have" überprüfen, wäre optimal. Vielleicht unorthodox aber günstiger wäre es, hie und da einen Nachtragskredit zu genehmigen, statt gut gepolsterte Budgets nicht auszuschöpfen.* Das für Baden wichtige Gesamtprojekt „Schulraum Baden 2020" wurde - unserer Meinung nach - nicht nur hervorragend und Zeitgerecht aufgegleist, sondern auch übersichtlich präsentiert. Wenn dem motorisierten Verkehr die vorgesehene Sanierung der Parkstrasse dient, so bleibt den Fussgängern kein garantierter Raum mehr übrig. Das Trottoir wird nivelliert und kann überfahren werden. Unserer Meinung nach genügt die Tempo 30-Zone nicht für die Sicherheit. Der alternative Gehweg, der östlich der Parkstrasse verläuft, mag attraktiver sein, aber bedient nur die Bäder. Da der direkte Weg zur Tiefgarage Römerstrasse 22 (unterhalb Du Parc), zu den zwei Dutzend Wohnungen der Parkstrasse 29/29a, dem oberen Mätteliweg und -park über die Parkstrasse führt, muss eine fussgängerfreundlichere Lösung gefunden werden. Unsere Anfrage betreffend der Evakuierungs- und Umsiedlungsszenarien der Stadt Baden wurde vom Stadtrat nach bestem (Un-)wissen und Gewissen beantwortet, kann aber nicht überzeugen. Eine einfache „Unzuständigkeitserklärung" widerspricht dem Grundsatz „gouverner c'est prévoir"!
(IW)