Badminton NLA

Grandioser Saisonstart: Team Argovia bodigt den Schweizermeister BC Uzwil

Team Argovia überrollt den Schweizermeister BC Uzwil.

Mit 8:0 fegte Team Argovia den Schweizermeister aus Uzwil im Auftaktspiel am Samstag in der Sporthalle Brühl, Gebenstorf, regelrecht vom Platz. Am Sonntag folgte ein weiterer 5:3 Sieg gegen den Aufsteiger aus Lausanne. Die neue Zählweise auf elf Punkte im Best of Five – Format sorgte an beiden Tagen für packende und spannende Begegnungen.

Gespannt waren alle auf den Auftritt von Christian Kirchmayr, dem Neuzugang im Team Argovia. Bereits in der Saison 2012/13 spielte er im Team und gewann 2013 den ersten Team-Schweizermeistertitel. Ist das ein gutes Omen? Im Ranking ist er die Nummer eins und trat im ersten Herreneinzel gegen Julien Scheiwiler an. Problemlos wurde Kirchmayr seiner Favoritenrolle gerecht und löste diese Aufgabe in drei Sätzen (11:1, 11:5 und 11:7).

Wie immer fokussiert und konzentriert gewann Lea Müller sowohl im Damendoppel mit Maryna Ilynska (11:9, 15:14 und 11:4), als auch im Mixed-Doppel mit Nikita Khakimov in drei Sätzen (11:5, 13:12 und 11:9), wobei sich jeweils der zweite Satz zum Krimi gestaltete. Gegen die niederländische Meisterin Gayle Mahulette liess Maryna Ilynska im Dameneinzel nichts anbrennen und gewann überraschend souverän in drei Sätzen (11:7, 11:5, 11:8). Ebenso deutlich gewann Pedro Martins das dritte Herreneinzel (11:4, 11:6 und 11:7).

Den 8. Sieg im 8. Spiel

Nichts für schwache Nerven war hingegen das zweite Herrendoppel mit Pedro Martins/Christian Kirchmayr gegen das international erfahrene Uzwiler Doppel mit Nicolas A. Müller und Julien Schweiwiler. Über fünf Sätze wurden packende Duelle geboten, wobei die Argovianer – die noch nie miteinander angetreten waren – einige Abstimmungsschwierigkeiten hatten. Beim Stande von 10:9 im fünften Satz machten die Uzwiler einen unnötigen Anspielfehler und verhalfen so am Schluss Martins/Kirchmayr zum äusserst knappen fünf-Satz-Sieg (11:9, 5:11, 11:5, 9:11 und 11:9).

Tobias Künzi hatte im zweiten Herreneinzel gegen Iztok Utrosa sowie im ersten Herrendoppel mit Nikita Khakimov gegen Adam Cwalina/Iztok Utrosa zwei schwere Aufgaben zu bewältigen. Im Herrendoppel lief in den ersten zwei Sätzen alles «wie geschmiert», im dritten Satz ging es aber in die Verlängerung, bevor der klare drei-Satz-Sieg feststand (11:8, 11:6 und 14:12). Im ersten Herreneinzel musste Künzi einen Satz abgeben, gewann den vierten Satz und holte so für das Team den achten Sieg (11:7, 8:11, 11:9 und 11:5).

Team Argovia schlägt Association Lausanne 5:3

Nach 19 Jahren schaffte die Association Lausanne im Frühling den Aufstieg in die NLA. Man war gespannt, mit welchen Spielern der Aufsteiger antreten würde. Ungewohnt starteten die Lausanner mit dem Mixed- sowie dem zweiten Herrendoppel. Gegen Laura Blumenthal/Przemyslaw Tomasz Szydlowski gewannen Lea Müller/Nikita Khakimov im Mixed-Doppel in drei sehr knappen Sätzen mit schnellen und attraktiven Ballwechseln (11:7, 12:10 und 11:9).

Das zweite Herrendoppel mit Pedro Martins/Christian Kirchmayr gegen Kai Waldensberger / Michal Krzysztof Rogalski gestaltete sich zu einem wahren Krimi. Die ersten zwei Sätze gewannen die Lausanner knapp, bevor Martins/Kirchmayr den Spiess umdrehen konnten. Im entscheidenden fünften Satz gewannen schlussendlich die Westschweizer mit einem sehr umstrittenen Aufschlagspiel beim Stand von 10:9 für Lausanne, welches für grossen Frust bei Pedro Martins aus Portugal sorgte (9:11, 7:11, 11:8, 21:10 und 9:11).

Im Dameneinzel sowie im Damendoppel wurden Maryna Ilynska sowie Lea Müller ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen beide Spiele klar (11:2, 11:0 und 11:4 bzw. 11:5, 11:3 und 11:3). Auch das erste Herrendoppel konnten Tobias Künzi/Nikita Khakimov klar für sich entscheiden ()11:7, 11:4 und 11:7). So fehlte unserem Team nur noch ein Spiel zum Gesamtsieg.

Lausanne spielte seine Trümpfe aus

Aber in den Herreneinzeln spielte Lausanne seine Trümpfe aus und so musste Christian Kirchmayr im ersten Herreneinzel gegen den starken Polen Michal Krzysztof Rogalski den Kürzeren ziehen und verlor mit 4:11, 9:11, 15:13 und 7:11 in vier Sätzen.

Alle hofften nun auf einen Sieg im dritten Herreneinzel von Pedro Martins gegen den jungen David Orteu. Doch der Portugiese schien das verlorene Herrendoppel noch nicht verdaut zu haben. So verlor er die ersten beiden Sätze knapp mit 9:11. Im dritten Satz spielte Martins wieder wie man es von ihm kennt: schnell, mit harten Smashs und liess seinem Gegner keine Chance. Die Hoffnung war zurück, doch auch der Druck stieg, den vierten und fünften Satz gewinnen zu müssen. Es sollte nicht sein und so lag es an Tobias Künzi den möglichen Gesamtsieg zu holen.

Mit dem Ersatz-Racket zum Gesamtsieg

Tobias Künzi trat im zweiten Herreneinzel gegen Yoann Freysinger an. Nach klar gewonnenem erster Satz schlichen sich bei Künzi immer mehr Fehler ein und folgerichtig gab er den zweiten Satz ab (inzwischen war bei ihm schon die dritte Schlägerbespannung gerissen). Der dritten Satz ging wiederum klar an Künzi und so führte er mit 2:1 Sätzen.

Der favorisierte Künzi zeigte im vierten Satz jedoch Nerven, zwei weitere Bespannungen rissen und ein Kopf- an Kopfrennen bahnte sich an. Mit einem Ersatz-Racket eines Mannschaftskollegen konnte er schlussendlich den Satz mit 14:15 und somit das Spiel für sich entscheiden und gewann damit das entscheidende fünften Spiel für den 5:3 Gesamtsieg.

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