Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

In Unterentfelden sind die Kopfweiden wieder kultiviert

megaphoneVereinsmeldung zu Natur- und Vogelschutzverein UnterentfeldenNatur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

Mit maschineller Unterstützung konnten in anderthalb Stunden sämtliche fast 40 Weiden geschnitten werden.

Wieder einmal durften die Freiwilligen des Natur- und Vogelschutzvereins Unterentfelden spüren, was es heisst, in und mit der Natur zu arbeiten. Beim ersten Einsatz im Jahr schneite es von Beginn weg. Zum Glück konnte der wärmende Kaffee unter dem schützenden Dach der Suhre-Holzbrücke getrunken werden.

Dazwischen wurde natürlich hart gearbeitet. Wie jedes Jahr wurden bei den Weiden in der Quellmatte, am Talbächli und an der Suhrenmattstrasse die bis zu zwei Meter langen Triebe des vergangenen Jahres zurückgeschnitten, so dass am Ende der namengebende Weidenkopf bleibt. Durch diese Schnittweise wird die Silberweide dazu gebracht, im nächsten Frühjahr am Kopf unzählige Jungtriebe zu bilden, die nach einem Jahr dann auch wieder geschnitten werden müssen. Genau dieser Kopf macht die Kulturform Kopfweide für die Natur so wertvoll. Durch das periodische Schneiden bilden sich Löcher und Ritzen, die verschiedensten Insekten und Vögeln als Refugien, also Rückzugs- und Nistmöglichkeiten, dienen. Aber auch der Stamm der Weide, der nach wenigen Jahren bereits eine raue Borke bildet, beherbergt eine Unmenge an unterschiedlichsten Insektenarten, die wiederum für andere Tiere als Nahrungsgrundlage dienen. Und nicht zuletzt sind die Kopfweiden ganz einfach schön anzuschauen.

Unterstützt wurden die Arbeiten von drei Motorsägen und einem Traktor mit Anhänger. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an den Forst und namentlich an Roger Wirz, der die Tätigkeiten des Vereins zu Gunsten der Natur immer nach Kräften unterstützt. 

Wer an den Weidenruten für Flechtarbeiten interessiert ist, darf sich gerne davon bedienen. Sie liegen in der Quellmatte in der Nähe der Weiden.

Meistgesehen

Artboard 1