Endlich. Nach zuletzt mühsamen Spielen gegen schwierige Gegner fand Städtli 1 gegen die «Wundertüte» SG Yellow/Pfadi Espoirs wieder zu jener mannschaftlichen Geschlossenheit, die man in dieser Saison auch schon gesehen hatte und die Städtli ganz klar zu einem Anwärter auf einen Spitzenplatz macht.

«Auf uns selber konzentriert»

Das Geheimnis dahinter? Vielleicht dies: «Da wir ohnehin nicht wissen konnten, wer bei den Espoirs auflaufen wird, haben wir uns in der Vorbereitung ganz auf uns selber konzentriert», meinte Co-Trainer Adi Lehner nach dem Spiel auf Nachfrage. Bei einem Spitzenteam wie Baden wohl generell kein falscher Ansatz.

Wie viel Qualität das wohl beste Städtli 1 aller Zeiten auf den Platz bringt, zeigte sich von Beginn weg: Die jungen Winterthurer gaben Gas und bemühten sich nach Leibeskräften, Unruhe in die Badener Abwehr zu bringen.

Und Fabrizio Pecoraro (8/15), der auffälligste Spieler des Farmteams, erzielte sogar den ersten Treffer der Partie. – Das war’s dann aber auch schon

Städtli 1 dominiert

Vom 0:1 zum 6:1 in neun Minuten, nach 15 Minuten 10:3 und zur Halbzeit 17:9. Städtli 1 zeigte sich in allen Belangen überlegen und dominierte die Begegnung auch in der zweiten Halbzeit dermassen, dass ob des klaren Klassenunterschieds kaum Stimmung aufkommen mochte.

Das Publikum verfolgte das Geschehen über weite Strecken mit einer Mischung aus stiller Begeisterung und wachsendem Mitleid und liess sich nur von besonders spektakulären Szenen zu Applaus oder Unmutsäusserungen bewegen.

Zugegeben: In der Aue gab’s schon spannendere Partien zu sehen. Aber wer möchte sich nach einem derart überlegen herausgespielten Sieg ernsthaft darüber beklagen...

Gute Qualität

Was oder wer soll nach dieser überzeugenden Mannschaftsleistung speziell hervorgehoben werden? Sicher Torhüter Marco Wyss, der seine aufsteigende Form mit einer überragenden 53-Prozent-Fangquote (12/23) unter Beweis stellte.

Sicher auch die Qualität des Badener Angriffs, der sich nicht bloss auf einen, zwei Topshooter beschränkte: Marcus Hock (7/7), Seppi Zuber (6/9), Phil Seitle (6/10) und Pascal Bühler (6/11) erzielten zusammen 25 der 34 Tore. Und Remo Hochstrasser erkämpfte sich am Kreis makellose drei Tore aus drei Versuchen.

Eine machbare Aufgabe

Was Städtli 1 am Heimspielsamstag gezeigt hat, ist ein Versprechen für die kommenden Partien und den weiteren Verlauf der Meisterschaft. Damit der Anschluss zur Tabellenspitze gehalten werden kann, dürfen als nächstes gegen Siggenthal und Birsfelden keine Punkte auf der Strecke bleiben. Eine machbare Aufgabe.

HOPP STÄDTLI!