Mannerriegenreise zum Oeschinensee

Am vergangenen Samstag reisen 21 Männerturner mit dem Zug ins Berner Oberland. Nach dem Kaffeehalt in Kandersteg führte die Route über die Bundesrat-Ogi-Strasse zur Talstation der Oeschinenbahn, die von den Nichtwanderern benutzt wurde. Die meisten Teilnehmer aber stiegen auf der Wanderroute hoch, vorbei am Oeschibach, an Wäldern, Felsen und Geröllfeldern. Über teilweise steil abfallende Hänge konnte nach einer Marschzeit von 1,5 Stunden und einer Steigung von 398m der See mit der imposanten Bergkulisse bestaunt werden. An einem idyllischen Platz oberhalb des Sees wurde das Picknick eingenommen. Der Oeschinensee befindet sich auf einer Höhe von 1578 m. Der See ist bei normalem Wasserstand 56 m tief und hat eine Fläche von 1,1 km², womit er zu den grösseren Bergseen in der Schweiz gehört. Steile Felswände bilden an vielen Stellen die Uferlinie. Nur im Westen, wo sich der unterirdische Abfluss befindet, ist das Ufer ziemlich flach. Der grosse Besucherandrang am Wochenende zeigt die Beliebtheit der Destination. Zwei gemütliche Restaurants mit grossen Terrassen laden die vielen Gäste zum Verweilen ein. Für den Abstieg nach Kandersteg stand neben der Aufstiegsruote auch ein etwas steilerer Bergweg zur Auswahl. Das Wetter zeigte sich von der wechselhaften Seite. Neben herrlichem Sonnenschein bedeckten immer wieder Wolken den Himmel, wodurch sich die Temperatur rasch abkühlte. Nach dem gut über eine Stunde dauernden Abstieg trafen sich alle Teilnehmer bei der Talstation wieder, um den Durst zu löschen und für den Marsch zum Bahnhof. Nach kurzer Zugfahrt genossen die Männerturner vor der Rückreise ein feines Nachtessen in Spiez. Der Dank gehört dem langjährigen Reiseleiter Werner Lanz für die gute Organisation.

Foto: Gruppenbild oberhalb des Sees

Text: Alois Herzog

Foto Hanspeter Steiner