Black Stars

Nahezu das perfekte Spiel: Der FC Black Stars bezwingt den FC Schötz mit 6:0

Gleich 6:0 gewannen die Black Stars

Gleich 6:0 gewannen die Black Stars

Bedurfte es noch eines Beweises, dass die aktuelle Platzierung nicht dem wahren Potenzial des Basler Erstligisten entspricht, so ist dies beim Kantersieg gegen den Spitzenklub aus der Innerschweiz in eindrücklicher Form geliefert worden.

Es ist nicht unüblich, dass auf der «Blägg-Matte», wie der Sportplatz Buschweilerhof im Volksmund genannt wird, im Vorfeld einer Erstliga-Meisterschaftspartie, ein reichhalter Apéro (riche wäre untertrieben) offeriert wird. Das war gegen Schötz der Fall. Und nicht wenige der zahlreichen Gäste und Matchbesucher konnten bereits am Samstagnachmitt­ag, um 15.15 Uhr (Anpfiff war um 16 Uhr), mit Prosecco anstossen. Die Fortsetzung folgte zur Pause – und auch die 3. Halbzeit blieb kulinarisch auf allerhöchstem Level.

«Spritziger» Fussball

Denn was in den 90 Minuten, seitens der Platzherren, geboten wurde, war fussballe­risch gesehen Edel-Cham­pagner. Von der ersten Minute an bestimmten die «Schwarz-Sterne» die Partie. Gegen einen Rivalen, der im Ansatz durchaus zu gefallen wusste und unterstrich, warum er der erste Verfolger des Spitzentrios ist (war).

Aber gegen die Ballsicherheit der Basler, gegen das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive und die individuelle Stärke einzelner Akteure (wir denken hier vor allem an die drei Offensivspieler Oumar Gaye, Ridje Sprich und Sidy Dieng sowie Spielmacher Seyfettin Kalayci) waren die Inner­schweizer chancenlos. Und absolut inferior.

Die Gegner aus Schötz hatten keine Chance

Die Gegner aus Schötz hatten keine Chance

Sicher war das Traumtor von Sprich  matchentscheidend. Der 24-jährige Deutsche mit kamerunesischen Wurzeln, der beim FC Basel bis zur U18 als eines der grössten Talente im rotblauen Haus galt, schlenzte den Ball von der Strafraumecke herrlich ins entferntere Lattenkreuz – ein veritables «Tor des Monates». Und dies just unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.

«Stängeli» war möglich

Mit Fortdauer der Partie steigerte sich «Blägg» in einen veritablen Spielrausch. Und wenn die quicklebendigen, schnellen, wendigen und technisch versierten Offensivleute die Tormöglichkeiten, nach überfallartigen Kontern, ein wenig resoluter (bis konzentrierter) ver­wertet hätten – dem FC Schötz hätte ein «Stängeli» gedroht.

Am 6. Oktober, an einem Frei­tagabend, hatte Black Stars in der Zentralschweiz gegen den gleichen Widersacher die Cuppartie mit 4:2 gewonnen. Es war, im Rückblick, wohl jener Match, der dazu führte, dass der ambitionierte Erstligist gefestigt aus einem Saisonbeginn mit zu vielen Schwan­kungen hervorgegangen ist.

Zur Pause führten die Black Stars mit 2:0

Zur Pause führten die Black Stars mit 2:0

Die Frage, ob seine Equipe nun Champagner-Fussball, oder gar das perfekte Spiel geboten hatte, wollte Black-Stars-Cheftrainer Samir Tabakovic nicht konkret beantworten. Aber er lächelte zufrieden – und wir wissen auch nicht, ob der Asket überhaupt Prosecco nach Matchende getrunken hat. Tendenziell eher nicht.

Der Ex-Profi weiss nur zu genau, dass «Erfolge nur durch stetes, hartes Arbeiten möglich sind». Sein Augenmerk dürfte bereits der nächsten Partie, zuhause gegen Sursee, gelten. «Denn gegen den Drittletzten beginnt der Match wieder bei einem 0:0», so der frühere FCB-Profi.

Wenn «Mister Blägg»...

Geadelt wurde Team und Umfeld aber eh von Peter Faé. Der Sportchef schrieb abends an die schwarz-weisse «Community»: «Heute haben wir alle auf dem Buschweilerhof grosses Kino erleben dürfen. Angefangen vom Weltklasse-Apéro über die Gala der 1. Mannschaft». Diesen Worten des «Mister FC Black Stars» ist nichts weiter anzufügen.

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