Procap Kanton Solothurn

Procap Kanton Solothurn - Weihnachtsfeier

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esl – Vizepräsident Rolf Späti begrüsste nach einigen Eingangsstücken von Stägreiffler Markus Probst die zahlreich erschienenen Anwesenden im Restaurant Bornblick in Olten. Speziell hiess er Werner Good, Theologe, Stägreiffler Markus Probst, Anita Hubert, Zentralvizepräsidentin Procap Schweiz, die Mitglieder und Begleitpersonen sowie Samariterin Dolores Lorenz willkommen. Einige Mitglieder mussten sich krankheitshalber entschuldigen.

Das Bornblick-Team hatte den Saal wiederum sehr festlich geschmückt.

Markus Probst kam wieder zum Zuge und spielte „Der einsame Hirte“, „S ganz Johr got langsam z’Aend“, „Still, still, still, will s Chindli schlofe will“, „Stell eine Kerze ins Fenster“ und „Ein Fest des Friedens soll es sein“ von den Kastelruther Spatzen.

Werner Good aus Olten freute sich sehr, heute unter uns weilen zu dürfen. Vor der Feier verteilte er jedem Anwesenden ein Bild, welches von Pieter Bruegel der Aeltere, einem niederländischen Maler aus dem 16. Jahrhundert, stammte. Er malte das bäuerliche Leben von damals. Dies ist das älteste Bild, auf welchem die Schneeflocken dargestellt werden. Sie kamen am Schluss auf das Bild und durchwirken dieses. In alten Weihnachtsgeschichten schneit es immer.

Den Menschen auf dem Bild ist es unheimlich kalt. Der Schnee bringt die Kälte und hat etwas Bedrohliches: Schneegestöber, in dem sich die Menschen schnell bewegen oder schnell etwas Dringendes erledigen! Eigentlich ist es eine anonyme Masse, die unter der Kälte leidet. Und da kommen wir zur Frage: Ist es auch ein Weihnachtsbild? Ja, „die Anbetung der Heiligen drei Könige im Schnee“. Der Blick wandert automatisch von links auf die Handlung in der Bildmitte; unzählige Menschen tummeln sich auf dem Dorfplatz, die alles tun, ausser dem neugeborenen Kind zu huldigen. Das Bild drückt so viel von unserer Zeit aus, kann uns aufrütteln, wieder zum Kern der Ereignisse zurückzukehren, damit wir die Botschaft von Weihnachten hören können: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen guten Willens.

Werner Good wünschte allen frohe Weihnachten und alles Gute.

Rolf Späti verdankte die besinnliche Betrachtung.

Markus Probst spielte „The moment is time“, „Gitarren klingen leise durch die Nacht“ und „Schöne Weihnachtszeit“.

Elisabeth Schenk las die Weihnachtsgeschichte „Wienachte mit dr Frou Schnousi“ von Lorenz Pauli.

Die Mutter hat mit ihrer Tochter Tina Guetzli gebacken. Am liebsten hätte Tina immer wieder von diesen fein duftenden Guetzli genascht. Aber es war abgemacht, dass sie zuerst fragen musste. Als die Mutter das nächste Mal die Schachtel öffnete, fragte sie Tina: Hast Du Guetzli gegessen? Aber Tina schüttelte nur den Kopf und entgegnete, dass sie keine versucht habe. Die Mutter glaubte ihr nicht. Tina verschwand in ihr Zimmer. Sie ist vor ihrem Büchergestell stehen geblieben und staunte nicht schlecht, dass der Osterhase, welchen sie noch nicht hatte essen wollen, auf einmal keine Ohren mehr hatte. Tina nahm den Schoggihasen in die Hände und da sagte der Hase: „O je, jetzt hast du mich ertappt“. Tina hat genauer hingehört, die Stimme kam nicht vom Hasen, sie kam vom Innern des Schoggihasen. Tina schaute hinein und zuunterst im Schoggihasen stand ein kleines Fraueli, welches zitterte und schoggi-verschmiert war. „Gelt, du machst mir nichts, sagte sie zu Tina. Tina konnte vor Staunen nichts sagen, sondern schüttelte nur den Kopf. Das Fraueli, welches so gross wie ein Daumen war, sagte, sie heisse Frau Schnousi und sie sei, wo es kürzlich so fein nach Guetzli geduftet habe, reingekommen. Und sie habe bereits ein paar Guetzli gegessen. Tina wollte sofort ihre Eltern informieren. Als diese ins Zimmer kamen, war die Frau verschwunden. Tina wusste, dass sie aber noch da war, jeden Tag fehlte ein Stück vom Osterhasen.

Die Eltern kauften für Weihnachten viele leckere Sachen ein, u.a. auch eine Eistorte. Diese werde an Weihnachten gegessen, sagte der Vater. Endlich war es soweit. Tina hat sich viele Geschenke gewünscht und sie freute sich auch auf die Eistorte. Als die Mutter diese aus dem Gefrierfach nahm, tönte es aus der Verpackung: Haatschi. „Frau Schnousi, was machst denn du hier drinnen“, fragte Tina. „Endlich komme ich wieder an die Wärme, das war furchtbar kalt in diesem Gefrierfach“. Von der Eistorte blieb fast nichts mehr übrig. Tina hat also doch nichts Unrechtes gesagt, dass sie keine Guetzli genommen hatte. Frau Schnousi war überall mit Eiscreme verschmiert. Tina meinte, wir müssen schauen, dass sie sich nicht noch mehr erkälte. Tina packte im Wohnzimmer ihre Geschenke aus, u.a. kam auch eine Bäbistube mit einer Bäbibadewanne zum Vorschein. Der Vater sagte: Jetzt lassen wir etwas heisses Wasser in die Wanne laufen und baden Frau Schnousi; anschliessend kann sie im Bäbibett schlafen. Bevor Tina schlafen ging, sagte sie: „Gute Nacht, Frau Schnousi und gute Besserung“. Aber Frau Schnousi schlief schon tief und fest.

Markus Probst spielte weitere Weihnachtslieder: „Zu Bethlehem geboren“, „Jingle Bells“, „Wenn die Eisblumen blüh’n“, und zum Schluss sangen alle „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Nach einer kurzen Pause servierte das Bornblick-Team ein feines Essen und als Dessert ein Caramelköpfli.

Rolf Späti verdankte die verschiedenen Beiträge und wünschte allen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Ein Säckli mit Weihnachtsbiscuits und ein Wandkalender mit Landschaftsbildern wurden den Mitgliedern mit nach Hause gegeben.

Elisabeth Schenk, Procap Kanton Solothurn, Frohburgstrasse 4, 4600 Olten, procap.so@bluewin.ch

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