Nach dem Sensationssieg gegen den Tabellenführer EHC Wetzikon vom Samstag waren die Erwartungen am Dienstag hoch, als der EC Wil auf der Keba in Aarau gastierte. Obwohl lediglich 84 Zuschauer den Weg in die Arena fanden und der EC Wil durch gute Tabellenlage und momentane Hochform zu favosieren war, hofften die Argovia Stars auf wertvolle Punkte im Rennen um einen Playoffplatz.

Die Partie begann lebhaft mit hin und her gehendem Spielgeschehen, das deutlich machte, dass die Wiler individuell sehr stark besetzt sind. Für einmal gelang es den Aarauern nicht, ihr gewohnt diszipliniertes Defensivspiel konsequent durchzuziehen, was immer wieder zu kleinen Nachlässigkeiten und persönlichen Fehlern führte. Dies nützten die Gäste aus, indem sie bis zur ersten Drittelspause mit Toren in der 3. und der 14. Minute mit zwei Treffern in Front gingen.

Kurze Hoffnung im Mittelabschnitt

Das zweite Drittel begann aus Aargauer Sicht ideal, indem Scherwey auf Pass von Wittwer gleich im ersten Einsatz in der 21. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2 markierte. Die Euphorie währte nur kurz, da unmittelbar nach Wiederanspiel der herausragende Ambühl auf Wiler Seite durch das 1:3 den alten Abstand wieder herstellte. Die Argovia Stars ihrerseits gaben nicht auf und gelangten durch Reinhard in der 25. Minute mit dem 2:3 zum erneuten Anschluss.

Aber auch diese Hoffnung wurde kurz darauf zu Nichte gemacht, als den St. Gallern in der 27. Minute das 2:4 gelang. Als Letztere dann im zweiten aufeinanderfolgenden Powerplay nach Strafen gegen die Aarestädter in der 31. Minute gar noch das 2:5 und in der 39. Minute das 2:6 markierten, war das Spiel gelaufen. Die Wiler zeigten dem Heimteam deutlich auf, dass in einem offenen Schlagabtausch ohne die gewohnt disziplinierte Verteidigungsarbeit gegen sie keine Chancen bestehen.

Schadensbegrenzung im Schlussdrittel

Auch im Schlussdrittel gelang es den Mittelländern nicht, ihre Linie zu finden und die Ostschweizer gingen bis zur 44. Minute mit 8:2 in Führung.

Ab diesem Zeitpunkt, als die Wiler in Anbetracht des deutlichen Verdikts wohl auch etwas Tempo rausnahmen, konnte der eigene Kasten reingehalten und in der 48. Minute durch Simmen auf Pass von Wittwer noch ein Tor zum deutlichen Endstand von 3:8 erzielt werden.

Der Strichkampf bleibt spannend

Der Abstand der Argovia Stars auf den Strich bleibt nach diesem Spiel bei 5 Punkten. In Anbetracht des Restprogrammes der Qualifikation bleibt die Hoffnung erhalten, die Playoffs noch zu erreichen.

Nach zwei Auswärtsspielen in Frauenfeld und Reinach kommt es am Samstag, 9. September, um 17.30 Uhr auf der Keba in Aarau zum Showdown gegen den direkten Konkurrenten EHC Uzwil.

Die Argovia Stars hoffen beim letzten Heimspiel in der regulären Saioson auf eine grosse Kulisse mit vielen Zuschauern und guter Stimmung.