Rad

Starke Leistungen des Bike Team Solothurn im Hexenkessel von Nove Mesto

Ursin Spescha

Ursin Spescha

Gleich nach dem Weltcuprennen im Baden-Württembergischen Albstadt zog es den Mountainbike-Zirkus weiter nach Tschechien, genauer ins beschauliche Nové Město na Moravě. Auf der Weltmeisterschaftsstrecke von 2016 rund um die Biatlon-Arena von Nove Mesto fand das Bikefest mit unzähligen Radsportfans und packenden Wettkämpfen statt. Mitten im Geschehen konnten auch Nick Burki und Ursin Spescha des Bike Team Solothurn mitmischen.

In der tschechischen Kleinstadt Nove Mesto scheint der Bikesport nicht nur Ausgleich und Freizeitaktivität zu sein, in Tschechien ist der Mountainbikesport ein Lebensgefühl. Dementsprechend sind die Rennen von Nove Mesto für deren unverwechselbare Hexenkessel-Stimmung und das unglaublich faire Publikum bekannt.

Auch auf der Strecke erkennt man die Detailverliebtheit und die Nähe zum Radsport sofort. Spektakuläre Rockgardens, wendige Trails, imposante Sprünge und intensive Anstiege prägen die Weltmeisterschaftsstrecke von 2016 und lassen das Herz jedes Mountainbikers einige Takte höher schlagen.

Nick Burki

Nick Burki

Dementsprechend gross war die Vorfreude bei Nick Burki und Ursin Spescha vor solch einer Kulisse an den Start zu gehen und um Punkte im UCI Mercedes Benz Mountainbike Weltcup mitzufahren.

Samstags, pünktlich am 16.00 Uhr starteten Nick Burki mit der Nummer 64 und Ursin Spescha mit der Nummer 90 auf die Startrunde des dritten Saisonweltcups. Nick Burki konnte sich bald einen Platz im Startgetümmel sichern und bereits im hart umkämpften Startloop etwas Boden gut machen.

Umso fulminanter die Aufholjagt

Ursin Spescha verpasste im Getümmel der vielen Athleten die erste Runde komplett und musste die sechs vollständigen Rennrunden auf 102. Position in Angriff nehmen. Umso fulminanter dafür, die darauffolgende Aufholjagd von Spescha. Bereits in der ersten Runde konnte der Bündner 23 Positionen gut machen.

In der zweiten Rennrunde kam der Konkurrent vor Ursin Spescha am spektakulären Vertical Drop unsanft zu Fall, doch Spescha hatte Glück und konnte dank seiner enormen Übersicht im letzten Moment ausweichen. So konnte er das Rennen fortführen und mit seinen extrem konstanten Rundenzeiten Rang für Rang gut machen.

Dank einem grossen Effort im Schlussspurt konnte Spescha den 29. Rang nach Hause fahren, war der viertbeste Schweizer und vermag es damit sein bestes Saisonergebnis eindrücklich egalisieren.

Weg zu Punkterang verwehrt

Auch Nick Burki konnte in den ersten beiden Rennrunden noch einige Konkurrenten abfangen. Jedoch hatte der Solothurner während des ganzen Rennens kein gutes Gefühl in den Beinen. Als dann noch massive Schmerzen in der Magengegend hinzukamen war für Burki der Weg zu einem Punkterang verwehrt.

Mit viel Biss konnte er das Rennen auf dem 37. Rang beenden. Die Enttäuschung war gross, denn die Form hätte nach dem eindrücklichen Rennen von Albstadt gepasst. Doch offenbar waren der anstehende Prüfungsstress, die lange Anreise und die anspruchsvolle Strecke keine gute Mischung für Burki.

Dafür ist die Motivation, für das kommende Rennwochenende umso grösser. Denn bereits am nächsten Sonntag wird das Bike Team Solothurn auf einer von Burkis Lieblingsstrecken an den Start gehen.

Im Rahmen des Proffix Swiss Bike Cups in Gränichen werden die Solothurner wieder in kompletter Formation und mit grossem Erfolgshunger um die Medaillen mitkämpfen. Burki seinerseits hat nach dem letztjährigen Trainingssturz in Gränichen sowieso noch eine Rechnung offen und man darf gespannt sein, wie sich dies auf das Endresultat auswirken wird.

Meistgesehen

Artboard 1