Yvonne Feri, Präsidentin der SP des Bezirks Baden, begrüsste die rund 150 Interessierten. Neben der Bundes- und der Gemeindepolitik komme die kantonale Politik oft zu kurz, so Fe-ri. Nach dem Referat von Urs Hofmann dürfte sich dies bei Einigen geändert haben. Beim Kanton stehen verschiedene zum Teil grössere Reorganisationen an. Es sind Folgen von Bundesaufgaben, die neu organisiert wurden und nun auch bei den Kantonen neu geregelt werden müssen. Stichworte sind da die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden, Änderung in der Strafprozessordnung und beim Vormundschaftswesen. Es steckt viel Arbeit dahinter, die von aussen nicht wahrgenommen wird. Hofmann scheute sich in seinen Aus-führungen nicht, auch heisse Eisen anzusprechen. Mit der Polizei und der Ausländer- und Asylpolitik fallen zwei heikle Bereiche in sein Departement. In den LeserInnenbriefen kom-men diese beiden Bereiche überproportional vor. Engagiert und kompetent zeigte Urs Hof-mann auf, wie gross der Spagat zwischen jeweiligen Minimal- und Maximalforderungen ist. Für ihn sei es wichtig, transparent und möglichst fair zu allen zu sein. So stellte sich Hof-mann mit klaren Worten hinter „seine" Polizei, die gut ausgebildet sei und eine professionelle Arbeit leiste. Bei Fragen und Diskussionen zu heiklen Einsätzen sei es wichtig, die Überprü-fung umfassend und unabhängig durchzuführen. Die Aargauer Polizei habe nichts zu ver-bergen, unterstrich Regierungsrat Hofmann. Auf die im Publikum angesprochene Härtefall-regelung wies der Regierungsrat auf den beschränkten Spielraum bei den Kantonen hin. Ein Hauptproblem seien die langen Asylverfahren, die regelrecht Härtefälle produzieren würden. Hier bestehe in Bern Handlungsbedarf. Es dürfe nicht sein, dass der Kanton am Schluss wegen jahrelanger Verfahren beim Bund in eine unmögliche Lage gebracht werde. Bei ei-nem Apéro wurden die begonnenen Diskussionen lebhaft weitergeführt.
Yvonne Feri, Präsidentin SP Bezirk