Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

Unterentfelder Mosttag trotz Obstmangel ein Erfolg

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Warum kommen so viele Leute an den Mosttag nach Unterentfelden, obwohl eigentlich gar kein Obst zum Pressen vorhanden ist? Genau: Das einmalige Ambiente mit Störmoster, Öpfelchüechli, Kaffeestube und Alphornklängen macht’s aus.                   

Die achte Auflage des Unterentfelder Mosttages war ganz speziell. Nicht etwa, dass keine Leute gekommen wären. Was dieses Jahr gefehlt hat, war das Mostobst. Mehrere aufeinanderfolgende Frosttage während der Blütezeit der Obstbäume haben den Ertrag schon sehr früh im Jahr stark reduziert. Dem wenigen Obst, das der Kälte getrotzt hat, haben schliesslich zwei Hagelereignisse im Sommer den Garaus gemacht.

Die beiden organisierenden Unterentfelder Vereine, der Natur- und Vogelschutzverein und der Biologische Gartenbauverein, haben aber keine Sekunde überlegen müssen, ob der Mosttag allenfalls abgesagt werden soll. Damit dennoch frisch gepresster Most verkauft werden konnte, wurde Mostobst zugekauft. So wurde schlussendlich nur knapp die Hälfte der Vorjahresmenge gemostet. Aber dennoch kann der Mosttag auch dieses Jahr wieder als Erfolg bezeichnet werden. Die Kaffeestube mit dem gluschtigen Kuchenbuffet lud zum Verweilen ein. Die vor Ort frittierten Öpfelchüechli waren auch dieses Jahr wieder heiss begehrt. Es soll übrigens Leute geben, die nur wegen dieser Spezialität aus Grossmutters Zeiten an den Mosttag kommen. Das BioDio, ein Spiel für Jung und Alt, thematisierte die Biodiversität im Siedlungsraum. Gleich nebenan zeigte eine Apfelausstellung gut sechzig alte und neuere Obstsorten, die rund um Entfelden noch vorhanden sind. Auch dies ein Teil der Biodiversität. Der Planzenverkauf setzte sich ebenfalls mit der Artenvielfalt auseinander. Ziel des Verkaufs ist es, die Wildbienen durch Trachtpflanzen, also gute Pollen- und Nektarspender, zu fördern.

Vielleicht ist es gar nicht schlecht zu spüren, dass Obst eben auf den Bäumen wächst und nicht beim Grossverteiler hergestellt wird und man damit auf die Natur angewiesen ist. Wer weiss, was für Geschichten der nächste Mosttag am 29. September 2018 schreiben wird.

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