Anfangs März lud die der Gemeinnützige Frauenverein Baden zur 99. Generalversammlung an die Haselstrasse 6. Über 50 Gäste durfte die abtretende Präsidentin Catherine Courvoisier im vereinseigenen Haus begrüssen. Höhepunkt bildete die Wahl einer neuen Präsidentin.

2012, als das Schicksal des Vereins an einem dünnen Faden hing, übernahm Catherine Courvoisier beherzt das Zepter und setzte sich mit viel Idealismus für den Weiterbestand des Vereins ein. Vorstandskollegin Eva Marti würdigte sie als Retterin des Vereins und die Versammlung ernannte sie zum Ehrenmitglied. Die Geehrte ihrerseits übergab dem Vorstand in einer symbolischen Geste «Badenersteine». «Baut tatkräftig am Verein weiter», ermunterte sie diesen.

Sandra-Anne Göbelbecker vom Vorstand präsentierte als Überraschung das neue Vereinslogo in den symbolträchtigen Farben blau, lindgrün und magenta. Diese stehen für die Tradition und Offenheit, mit der sich der Verein seit bald einem Jahrhundert für die Gesellschaft einsetzt und dies auch in Zukunft tun möchte.

Mit 52'000 Franken unterstützte der Verein im letzten Jahr soziale Projekte in der Region. Geld, das dem Verein aus den Mieteinnahmen und der ehrenamtlichen Tätigkeit der Brockifrauen zufliesst. Ulrike Gläser erhielt als Dank für ihre langjährige Arbeit im Vorstand und als ehemalige Leiterin der Brockenstube die Ehrenmitgliedschaft. Mit grossem Applaus bedachten die Mitglieder schliesslich die neu gewählte Präsidentin Eva Marti aus Ennetbaden, die im Vorstand von Doris Züst und Sandra-Anne Göbelbecker unterstützt wird. Eva Marti bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte, dass sie die Arbeit des Vereins mit einer offenen Haltung weiterführen wolle.

Vor dem Apéro sorgte das Präsidentinnen-Telefon für Verwirrung und Lacher. «Es hat in den vergangenen vier Jahren praktisch nie geläutet», entschuldigte sich Catherine Courvoisier dafür, dass sie den Klingelton nicht erkannte.

Nach dem kulinarischen Teil erzählte Patrizia Bertschi, Präsidentin Netzwerk Asyl Aargau, von ihrer niederschwelligen Arbeit mit Asylsuchenden und Flüchtlingen und betonte: «Niemand flüchtet freiwillig.»

Regina Gregori, Baden