Baulandreserven
Wachstum mit Qualität ist angesagt

Oberrohrdorf hat in absehbarer Zeit keine Baulandreserven mehr – eine Arbeitsgruppe befasst sich mit der Zukunft

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Wohnquartier

Wohnquartier

Aargauer Zeitung

Die Gemeinde Oberrohrdorf will die geltende Bauordnung und den Zonenplan revidieren. Neben den schwindenden Baulandreserven veranlassen den Gemeinderat des Dorfs am Rohrdorferberg zwei Gründe zu diesem Schritt. Zum einen wurde die Bauordnung im Juni 1998 vom Kanton genehmigt und ist somit bereits 11 Jahre lang in Kraft.

Die Arbeitsgruppe

Unter dem Namen «Entwicklung Gemeinde Oberrohrdorf» befassen sich acht Personen mit Fragen rund um die Zukunft: Wachstum ja - aber wie, wie viel und wo? Welche Bauzonen sollen geschaffen werden? Welche Planungsmassnahmen sollen konkret getroffen werden? Wie kann die Qualität des Ortskerns erhalten und verbessert werden? Wie gelingt es, die Wohnqualität in homogen gewachsenen Quartieren zu erhalten? Der Arbeitsgruppe gehören an: Hano Schaerer (Gemeindeammann), Daniel Hug (Gemeinderat), Richard Eichenberger (Präsident der Baukommission), Thomas Busslinger (Gemeindeschreiber), Bernhard Haller (Bauverwalter), Meinrad Blunschi, Monika Locher und Rico Rimann. Begleitet wird die Arbeitsgruppe durch das Architektur- und Planungsbüro Ammann Albers GmbH. (az)

Zum andern soll eine Entwicklung gebremst werden, die mit dem starken Wachstum Oberrohrdorfs während der letzten Jahrzehnte zusammenhängt: «Es besteht die Gefahr, dass Oberrohrdorf für eine zunehmende Anzahl seiner Einwohner zu einem Schlafquartier der Region Baden-Zürich wird und so mittelfristig an Attraktivität und Ei-genständigkeit, an Unverwechselbarkeit und Charakter verliert», macht sich der Gemeinderat Sorgen.

Bei der Revision der Bauordnung und des Zonenplans sollen mehrere Punkte aus dem Leitbild der Gemeinde berücksichtigt werden: Oberrohrdorf soll sich zu einem Dorf mit hoher Wohn- und Lebensqualität weiterentwickeln, massvoll wachsen und ein belebter Dorfkern soll geschaffen werden.

Bevölkerung kann mitreden

Der Gemeinderat sieht im Ruf nach neuem Bauland die Chance, «wesentliche Weichen der Entwicklung» zu stellen. Vor der eigentlichen Überarbeitung der Bauordnung und des Zonenplans müssen die Rahmenbedingungen definiert werden. Zur Beantwortung wichtiger Fragen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die neben Behördenvertretern auch interessierte Personen aus der Bevölkerung umfasst (siehe Kasten). Der Gemeinderat verspricht, der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, sich zur Planung zu äussern. (mda)

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