Die seit zehn Monaten inhaftierte Fujimori hatte ihre sofortige Freilassung gefordert. Ihre Anwältin Giuliana Loza kritisierte die Entscheidung als ungerecht und kündigte an, vor das Verfassungsgericht zu ziehen.

Die einflussreiche Oppositionspolitikerin Fujimori soll in die weitverzweigte Korruptionsaffäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht verwickelt sein. Sie soll für den Wahlkampf 2011 etwa 1,2 Millionen Dollar erhalten haben.

Odebrecht soll in zahlreichen Ländern Südamerikas Millionen von Dollar an Bestechungsgeldern gezahlt haben, um sich öffentliche Aufträge zu sichern. Die Ermittlungen gegen den brasilianischen Bauriesen begannen 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbedienstete und Manager zutage.

Keiko Fujimoris Vater Alberto Fujimori hatte Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regiert. 2007 wurde er der Bestechung, des mehrfachen Mordes, des Einsatzes von Todesschwadronen und anderer schwerer Menschenrechtsverbrechen für schuldig befunden und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.