Baden

Neue Party: Mit Depeche Mode zieht Melancholie ins Nordportal ein

Nathalie Rappange und Daniel Imhof vom Demode-Vorstand werden im Nordportal selbst definitiv auch mitfeiern.

Nathalie Rappange und Daniel Imhof vom Demode-Vorstand werden im Nordportal selbst definitiv auch mitfeiern.

Der Verein Demode organisierte über zehn Jahre Depeche-Mode-Partys in Zürich und Bern. Nun kehren die Aargauer heim, die Synthie-Pop-Party steigt am Samstag erstmals im Nordportal.

«Melancholische Musik – das ist unser Ding», sagt Daniel Imhof, am liebsten habe er Depeche Mode. So sehr, dass der Suhrer vor elf Jahren mit anderen Fans den Wohler Verein Demode gründete, um selbst Partys zu Ehren der Synthie-Pop-Band zu organisieren. Was folgt, ist eine Erfolgsgeschichte: über 40 Veranstaltungen in mehreren Städten, darunter 22 grössere Partys in den Zürcher Clubs Abart und X-tra oder im Berner «Bierhübeli». Was im Kultlokal «Don Paco» in Wohlen begann, kehrt nun zu den Aargauer Wurzeln zurück: Am Samstag steigt die erste Depeche-Mode-Party im «Nordportal».

«Zurück nach Hause trifft es», sagt der 35-jährige Bauingenieur Imhof. Der Aargauer Verein wolle – wie ursprünglich angedacht – wieder etwas für die Region machen. Die Wahl fiel auf das Nordportal. «Ich bekam eine Mail», sagt der gestern abgetretene Geschäftsführer Patrick Wernli. Sie genügte, der Ruf der Party eilte ihr voraus. «Demode bringt dem Nordportal die nötige Abwechslung ins Programm.»

In spezielle Welt entführen

Für die Vereinsmitglieder bedeutet der Umzug nach Baden, dass sie wieder mehr aktiv mittun können. Zuletzt seien sie leider nur noch konzeptionell eingebunden gewesen, sagt Vorstandsmitglied Nathalie Rappange. «Unser Geist wird in Baden wieder stärker spürbar.» Die Party entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Nordportal, wie schon in Zürich tritt «Demode» nicht als alleiniger Veranstalter auf. Einen professionellen Betrieb und die Werbung könnte der Verein gar nicht stemmen, erklärt Daniel Imhof. «Jeder soll bei seinen Stärken bleiben.» 

Die Stärke und der Fokus von demode lagen immer auf einer aufwendigen Dekoration. Diesem Konzept bleibt man auch im Nordportal treu. «Wir definieren uns darüber», sagt Anwaltsassistentin Rappange, «unser Ziel ist es, jedes Mal eine einmalige Atmosphäre zu schaffen.» Stets wird ein neues Motto definiert, mehrere Monate tüftelt «Demode» an der Einrichtung. In eine neue, spezielle Welt wolle man die Gäste führen, fügt Imhof an. «Sie sollen abschalten können, akustisch wie optisch.»

Ein Matterhornmodell, ein Nachbau des Big Ben – man lässt der Fantasie freien Lauf. «Das Nordportal ist als Lokalität der Knüller», so Imhof begeistert. Vor allem die Galerie hat es ihm angetan, sie ermögliche viele Spielereien. Details will er keine verraten, nur: «Am Samstag wird man sich im Nordportal etwas beobachtet fühlen.»

Mitfeiern lautet die Devise

Musikalisch wird die Party in Baden weicher und weniger düster. «Wir wollen nicht nur die Gothic-Szene, sondern ein breites Publikum ansprechen», sagt Nathalie Rappange. «Music for the masses» lautet das Motto am Samstag folglich; das heisst mehr New Wave und erstmals auch 80er – die Hauptrolle behält aber Depeche Mode.

400 Feierlustige wünscht sich Imhof am Samstag: «Wir hängen uns nicht auf, wenn wir das ambitionierte Ziel nicht erreichen.» Mitfeiern werden die Demode-Mitglieder auf jeden Fall. «Das war immer unser Ziel», sagt Nathalie Rappange. Es gehe nicht ums Geld, reich werde man damit nicht, ergänzt Daniel Imhof. «Wir wollen einfach eine geniale Party durchführen.»

Und bei einer Einzelnen soll es nicht bleiben, das Nordportal soll zweimal jährlich zur neuen Heimat des Synthie-Pops und von Depeche Mode werden. Müde werden Imhof und Rappange nicht – ganz wie ihre drei musikalischen Idole.

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