Die Bögen unterhalb der Hochbrücke gehören zu den begehrtesten Standorten der Badenfahrt. Die vergangenen Feste zeigten: Dort werden rauschende Partys gefeiert – mit dem positiven Nebeneffekt für die Beizen-Betreiber, dass sie gutes Geld verdienen können. Um einen der attraktiven Plätze zu ergattern, mussten die interessierten Vereine im Vorfeld eine Bewerbung einreichen und ihre Festbeiz-Idee vorstellen. Der Verein «Nachtschicht» bewarb sich wie schon beim Stadtfest 2012 und der Badenfahrt 2007 mit Erfolg für die Bogen-Parzelle. Laut Plan sollte «Black vs. White» eine doppelstöckige Beiz werden. In der Realität sieht sie nun aber anders aus – die zweite Ebene fehlt.

Die Bilder des Festauftakts:

Das sorgte im Vorfeld der Badenfahrt für dicke Luft: Denn Vereine, die sich vergeblich um einen der vier Bogen-Plätze beworben hatten, empfanden es als der Badenfahrt unwürdig, dass die berücksichtigte Beiz das ursprüngliche Konzept nicht einhielt. Die Kontroverse sorgte während der Aufbau-Arbeiten in den vergangenen Tagen für viel Gesprächsstoff, auch bei nicht direktbeteiligten Vereinen.

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Das Eingeständnis

Christoph Wanner vom Verein Nachtschicht sagt auf Anfrage: «Es ist eine Tatsache, dass unsere Beiz nicht ganz so aussieht wie auf der ursprünglich eingereichten Visualisierung, weil der zweite Stock fehlt. Grund dafür war, dass der Bau einer weiteren Ebene doppelt so viel gekostet hätte wie früher.» Ansonsten seien die Unterschiede nicht sehr gross. «Wir haben dafür mehr als andere Beizen Wert darauf gelegt, das Motto ‹Versus› umzusetzen, dieses greifen wir bereits im Namen unserer Beiz auf: ‹Black vs. White.›»

Wie an vergangenen Badenfahrten versuche der Verein Nachtschicht, den Besuchern das zu bieten, was sie suchen: «Wir denken, dass wir eines der abwechslungsreichsten Programme bieten – von Mottopartys wie 90’s, Bravo-Hits, und Schlager-Partys über Kinderdiscos jeweils Samstagnachmittag bis zu Crossfit-Lektionen an den Sonntagmorgen.»

Es habe eine Aussprache mit Betreibern einer Beiz gegeben, die sich vergeblich um einen Platz unter dem Bogen beworben hatte und nun mit einem anderen Standort vorliebnehmen musste. «Das Thema ist inzwischen vom Tisch. Ich bin überzeugt, dass uns allen hervorragende Parzellen zur Verfügung stehen, und wir alle eine tolle Badenfahrt erleben werden», sagt Christoph Wanner.

«Es gibt Abweichungen»

Eine Frage bleibt: Müssen die Beizen so aussehen, wie sie im Konzept vorgestellt wurden? Dominik Sinniger, im Organisationskomitee Verantwortlicher für die Festbeizenbetreiber, erklärt: «Es gibt ab und zu Abweichungen – allerdings fast ausschliesslich im positiven Sinn: Die Beizen sind oft noch schöner, aufwendiger und attraktiver gestaltet, als wir aufgrund des Konzepts erwarten durften.»

Im Falle der «Nachtschicht»-Beiz sei das Organisationskomitee darüber informiert worden, dass auf einen zweiten Stock verzichtet werde. «Ob ein- oder zweigeschossig, war bei diesem Fall nicht ausschlaggebend.» Denn in diesem Festgebiet gebe es bereits einige doppelstöckige Bauten.