Baden

Füdlibürger-Prozess: Razzia im Stadthaus: H. F. nach Sirenenalarm verhaftet

Flüchtig: Komplize B von H. F.

Flüchtig: Komplize B von H. F.

Der Zunftpolizei ist gestern ein Schlag gegen die Wirtschaftsmafia gelungen. Dabei konnte der Drahtzieher verhaftet werden.

Bei einer minuziös vorbereiteten, handstreichartigen Razzia an der Rathausgasse 1 sei es der Zunftpolizei der Spanischbrödlizunft gelungen, den meistgesuchten Schelmen der Region festzunehmen, teilte der Zunftsprecher gestern Abend mit. In den vergangenen Monaten hatten sich die Hinweise verdichtet, dass der Kriminelle H. F. seine Machenschaften vom Stadthaus aus dirigieren würde.

Badener richten gnadenlos

Badener richten gnadenlos

Der ’’Füdlibürger’’  hat dieses Jahr wohl Migrationshintergrund. So verdächtigte man ihn an der Badener Fasnacht aller Schandtaten vom vergangenen Jahr.  Auf dem Scheiterhaufen zeigte er sich jedoch ziemlich standhaft.

Kontrollen der Stadtpolizei blieben zunächst erfolglos. Ein Hinweis jedoch aus dem Handelsregisteramt liess keine Zweifel mehr offen: H. F., in närrischen Kreisen bestens bekannt unter seinem Pseudonym Fübü, benützt das Stadthaus als Geschäftssitz für seine Fübüllina Arts GmbH. Von dort aus habe er für hohe Geldbeträge sogar Möbellieferungen an das kantonale Gesundheitsdepartement organisiert und damit Departementsvorsteherin Susanne Hochuli in eine schwierige Situation gebracht. Auch der angekündigte Arbeitsplatzabbau bei Alstom soll ganz auf das Konto von H. F. gehen.

Vor wenigen Tagen habe man H. F. laut unbestätigten Aussagen mit dem Lohndeckel des Stadtammanns unter dem Arm in der Umgebung des Stadthauses gesehen. Auch diese Tat würde dem typischen Vorgehensmuster von H. F. entsprechen.

Der gestrige Schlag gegen den Badener Verbrecherring wurde unter strenger Geheimhaltung vorbereitet. Die Agenten der Zunftpolizei durften dabei auf die Unterstützung der Sondereinheit Argus von der Kantonspolizei zählen. Gestern Mittwoch, kurz nach 13 Uhr schien es dann so weit. Rund ums Stadthaus waren die Einsatzkräfte bereitgestellt, darunter ein Spezialtrupp, ausgerüstet mit einer Konfetti-Kanone. Punkt 13.30 Uhr kam der schweizweit hörbare Sirenenalarm als Zeichen für den Sturm auf das Stadthaus. Die Verwirrung über den auf- und abschwellenden Sirenenton nutzten die Polizeikräfte für den Überraschungsangriff.

Im Stadthaus ging H. F. einem Zunftpolizisten in die Maschen. Der Übeltäter behauptete zwar, legal für die GoEasy AG tätig zu sein. Er liess sich dann jedoch widerstandslos festnehmen. Zwei Komplizen konnten rechtzeitig verschwinden und sind immer noch flüchtig. Die Zunftpolizei bittet um Hinweise über den Verbleib der Schurken (siehe Fotos) bis zur Fasnacht 2017 oder 2018.

U-Haft in der Velostation

H. F. sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Baden mobil hat hierfür bis auf weiteres die leerstehende Velostation beim Bahnhof West zur Verfügung gestellt, wo der Inhaftierte im Hochsicherheitstrakt untergebracht ist. Die Rechtsabteilung der Stadt prüft nun, ob H. F. im Schnellverfahren am heutigen Schmutzigen Donnerstag abgeurteilt werden könnte. Dies nachdem das OK Badener Fasnacht die dringliche Absetzung der Durchsetzungsinitiative für den Vollzug der Badener Fasnacht 2016 beantragt hat, damit die Verbrennung nicht etwa durch eine Ausschaffung vereitelt werden kann. Im Graben sind erste Vorkehrungen für einen öffentlichen Schauprozess getroffen worden.

Füdlibürger-Prozess, heute, 18.30 Uhr, im Graben unter der Hochbrücke

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