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Arthrose im Sprunggelenk: Was tun?

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Ich leide an Arthrose im rechten Sprunggelenk. Es ist mir bewusst, dass dies nicht heilbar ist. Gibt es, wenn das Leiden fortschreitet, Alternativen zur Versteifung des Fussgelenks? M. A. aus W

Beider Sprunggelenksarthrose ist zu beachten, dass der Mensch zwei Sprunggelenke hat (ein oberes und ein unteres) und dass ein relativ grosser Teil der gesamten Beweglichkeit der Sprunggelenkregion von weiteren Gelenken des Mittelfusses beeinflusst wird. Ich gehe davon aus, dass bei Ihnen eine Arthrose des oberen Sprunggelenkes diagnostiziert wurde. Wie Sie richtig sagen, kann die Arthrose selber nicht behandelt werden. Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten,wie man dem Patienten helfen kann. Dazu müssen die Form des Gelenkes, die Ursache und die Form der Arthrose und auch der Patient selber (Alter, Beruf) beurteilt werden. Als mögliche Therapieformen stehen Schuhversorgung, medikamentöse Schmerztherapie, aber auch Infiltrationen und Physiotherapie zur Verfügung. Falls diese konservativen Massnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann auf operative Therapie formen gewechselt werden. Bei einer Arthrose nur des oberen Sprunggelenkes bestehen die Möglichkeiten in der Abtragung von störenden Knochenanbauten, der Versteifung des Gelenkes und der Sprunggelenksprothese. Letztere ist jedoch nicht für jeden Patienten geeignet. Um von der prothetischen Versorgung zu profitieren, muss der Patient noch eine relativ gute Beweglichkeit im betroffenen Gelenk haben, er darf nicht in einem körperlich belastenden Beruf tätig sein und das Gelenk sollte keine allzu starke Fehlstellung haben. Wie bei jedem künstlichen Gelenk besteht auch bei der Sprunggelenksprothese das Risiko, dass sie sich mit den Jahren lockert. Als Alternative besteht die Möglichkeit der Versteifung des oberen Sprunggelenks. Allerdings wird die Operation meist erst empfohlen,wenn das Gelenk sowieso schon in der Beweglichkeit massiv eingeschränkt ist und damit die Versteifung keine grosse zusätzliche Einschränkung darstellt. Zudem besteht bei einer verheilten Versteifung nicht die Gefahr, dass später erneut operiert werden muss. Auch haben Menschen mit versteiftem oberem Sprunggelenk entgegen der landläufigen Meinung meist kein hinkendes Gangbild. Fazit: Es muss eine individuell abgestimmte Therapie gefunden werden.

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