Ratgeber Gesundheit

Was hilft bei Mundgeruch?

Ratgeber Gesundheit

Ratgeber Gesundheit

Morgens beim Aufwachen habe ich fast immer einen sehr trockenen Mund und üblen Mundgeruch. Das ist unangenehm. Was könnte mir helfen? Herr P. L. aus U.

Mundgeruch entsteht zu 90% in der Mundhöhle durch Bakterien, die vor allem auf der Zunge angesiedelt sind. Diese Bakterien zersetzen Nahrungsreste, wobei geruchsintensive Substanzen (z. B. Schwefelverbindungen) frei werden. Dadurch verändert sich die Ausatmungsluft unangenehm. Dies kann verstärkt werden durch einen trockenen Mund infolge Verminderung der Speichelbildung. Gründe dafür können Rauchen, hoher Kaffeekonsum, Stress oder eine zu geringe Wasseraufnahme sein. Lediglich in 8% der Fälle bestehen Erkrankungen des Mund-Rachen- Bereiches. Noch seltener können Erkrankungen des Magen-Darm- Traktes oder des Stoffwechsels, wie z. B. Diabetes mellitus, vorliegen. Von den Betroffenen wird der Mundgeruch selbst zumeist nicht wahrgenommen, «man gewöhnt sich daran». Die Mitmenschen jedoch nicht. In schweren Fällen wird er bereits im Abstand von einem Meter bemerkt. Abhilfe schafft hier eine strikte Mundhygiene mit Reinigung der Zähne und Interdentalräume 2–3 Mal pro Tag und insbesondere der Zunge mittels Zungenschaber. Unterstützend können Mundspüllösungen angewandt werden. Bei trockenem Mund empfiehlt sich ein Verzicht auf Rauchen und Kaffee sowie vermehrtes Trinken von Wasser (mindestens 2 Liter pro Tag). Sollte unter diesen Bedingungen nach einer Woche keine deutliche Besserung auftreten, kann zur weiteren Abklärung ein Arzt hinzugezogen werden. Auch eine behinderte Nasenatmung in der Nacht kann zu einem Atmen über den Mund und dadurch zu einem Austrocknen der Mundschleimhäute führen. Den eigenen Mundgeruch kann man ganz einfach zu Hause testen: Atmen Sie dazu in einen geruchlosen Kunststoffbeutel, verschliessen Sie diesen und gehen in einen gut belüfteten Raum. Nun drücken Sie den Beutel langsam vor der Nase aus.

Meistgesehen

Artboard 1