Seit einem Jahr ist Salza online und vermittelt Bauteile aus Abriss- und Umbauobjekten. Initiiert wurde das Projekt von Olivier de Perrot von Olivier de Perrot Architecture in Zürich. Es wird unterstützt vom Bundesamt für Umwelt (BAFU). Bauherren können so ausgewählte Objekte ihrer Liegenschaft mit Bild und Beschrieb auf Salza hochladen und treffen hier auf Architekten, Landschafts- und Innenarchitekten oder Personen aus der Kreativbranche auf der Suche nach wertvollen Bauelementen. Mittels Salza als Vermittler treten sie in Kontakt. So wie Peter Aliesch.

Mit diesem längst fälligen Angebot schliesst Salza eine Lücke zwischen den klassischen Bauteilbörsen und dem stofflichen Recycling. Das hat die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt hat bereits erkannt, mit denen Salza eine Kooperation eingegangen ist. Weitere Kooperationen sind im Aufbau. Der Vorteil liegt auf der Hand: Neben der Kostenersparnis auf beiden Seiten hat ein neues Produkt weniger graue Energie, also die Energie, die im Vorfeld bei der Produktion anfällt. Zudem lassen sich unter den angebotenen Bauteilen manchmal auch seltene, originelle Produkte aus früheren Zeiten finden. Wie beispielsweise eine Coiffeureinrichtung von 1960.

Es ist also eine Win-win-Situation. Oder eine Win-win-Situation, berücksichtigt man die Natur als ebenso beteiligt.

Bekannte Architekten setzen schon länger auf die Wiederverwendung von alten Bauteilen. So nutzte das Basler Architekturbüro Sauter von Moos 2013 recycelte Tannenlatten als neues Fassadenmaterial für sein bekanntes House of tree. Und im Restaurant Hiltl, das in der ehemaligen Sihlpost eröffnet wurde, erinnern alte Postelemente an die ursprüngliche Nutzung des Standortes.

Auch bei Hoffmann-La Roche in Basel setzt man auf das System der Wiederverwertung. Im Zuge der Erneuerung des Areals in Basel werden von den geplanten Abbrucharbeiten alle wieder verwendbaren Bauteile auf Salza publiziert. 

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