Als am Dienstagmittag bekannt wurde, dass das Testspiel gegen den SCR Altach nicht wie geplant würde stattfinden können, machten sich die Aarauer Verantwortlichen sogleich auf die Suche nach einer Alternative. Cheftrainer Livio Bordoli wollte seinen Schützlingen unbedingt zu weiterer Spielpraxis verhelfen; schliesslich rücken nach den konditionellen Schwerpunkten zu Beginn der Vorbereitungsphase vermehrt taktische Elemente in den Mittelpunkt.

Als Ersatz für den Tabellendritten der österreichischen Bundesliga fand sich schliesslich der FC Baden. Die Ostaargauer waren erst vor zehn Tagen wieder ins Training eingestiegen und erwiesen sich als Gegner, der die Aarauer nur selten zu fordern wusste. Acht Treffer liess sich die Bordoli-Elf notieren, um zusätzliches Selbstvertrauen im Hinblick auf den Ligastart am übernächsten Montag gegen den FC Wohlen zu tanken.

Wechselt Sulejmani zu Aarau?

Zu seinem Debüt im FCA-Trikot kam Carlinhos. Der brasilianische Neuzugang zeigte einen gefälligen, vorwärts orientierten Auftritt im Mittelfeldzentrum, auch wenn es ihm nach den Reisestrapazen und Leistungschecks der letzten Tage noch ein wenig an der Spritzigkeit mangelte. Erneut präsentieren durfte sich Shpetim Sulejmani. Der 20-jährige Angreifer konnte sich, wie schon am vergangenen Samstag gegen YF Juventus Zürich (5:1), in die Torschützenliste eintragen und gilt weiterhin als möglicher Zuzug für die Offensive.

Am Donnerstag wird ein weiterer Stürmer im Brügglifeld erwartet. Der 25-jährige Holländer Mart Lieder spielte in seiner Heimat zuletzt für den Eredivisie-Absteiger Dordrecht, nachdem er zuvor schon für Waalwijk und Vitesse Arnheim aktiv gewesen war. Im Gespräch für eine Verpflichtung bleibt auch Michael Perrier, zentraler Mittelfeldspieler vom FC Sion. Der 26-Jährige zählt zu den erst vor kurzem ausgemusterten Akteuren im Wallis und sammelte als Stammspieler in Bellinzona, Chiasso und Lugano viel Erfahrung in der Challenge League.

Einigung im Fall Markaj

Apropos Lugano: Am Rande des Testspiels wurde bekannt, dass eine Einigung im Fall Markaj erzielt werden konnte. Denis Markaj hatte vor einigen Monaten beim FC Aarau einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben - noch unwissend, dass er somit weiterhin in der Challenge League spielen würde. Der 24-jährige Aussenverteidiger liess durchblicken, dass er seine Zukunft vielmehr bei seinem bisherigen Arbeitgeber FC Lugano, Aufsteiger in die Super League, sieht. Nun haben die involvierten Parteien beschlossen, dass Markaj an die Tessiner ausgeliehen wird mit einer Option auf eine definitive Übernahme.