Neuer Trainer

FCA-Vize Geissberger: «Bordoli war ein Wunschkandidat»

FC Aarau: Wie will man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen?

FC Aarau: Wie will man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen?

In der Sendung «TalkTäglich» auf Tele M1 am Dienstagabend diskutierten Ruedi Kuhn, Sportjournalist der Aargauer Zeitung, und Roger Geissberger, Vize-Präsident FC Aarau, mit Moderator und az-Inlandchef Stefan Schmid (v.l.). Sehen Sie die besten Momente aus dem Gespräch in unserem Zusammenschnitt.

Erst gab Ciriaco Sforza dem FC Aarau einen Korb, jetzt übernimmt der ehemalige Lugano-Trainer Livio Bordoli den Trainerjob. Im «TalkTäglich» sagt FCA-Vize-Präsident Roger Geissberger unumwunden, welche Spieler gehen und welche bleiben.

Seit Dienstagnachmittag ist es klar: Der neue Trainer der FC Aarau heisst Livio Bordoli. Der Tessiner, der zuletzt mit den Luganesi aufgestiegen ist, soll jetzt auch den Absteiger Aarau so schnell wie möglich zurück in die Super League befördern.

«Sofortiger Wiederaufstieg nur ein Parameter für Vertragsverlängerung»

Auch Bordoli hat schon wie seine Vorgänger nur einen Einjahres-Vertrag bekommen. «Unter gewissen Parametern können wir uns vorstellen, den Vertrag auf zwei Jahre zu verlängern», sagt der Vize-Präsident des FC Aarau, Roger Geissberger, in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele M1.

Der sofortige Wiedeaufstieg sei aber nur einer dieser Parameter, betont Geissberger. Klar sei es das Ziel des FCA, in der übernächsten Saison wieder in der Super League kicken zu können, doch «Fussball ist keine Wissenschaft und nie zu 100 Prozent planbar». Die Welt gehe nicht unter, wenn der FC Aarau auch noch ein zweites Jahr in der Challenge League spielt.

Stadionbewilligung ausschlaggebend für Wiederaufstieg

Neben dem Trainer und den Spielern ist für Geissberger die Stadionbewilligung ein entscheidender Punkt auf dem Weg zurück in die Super League. «Die Stadionbewilligung ist ein Damoklesschwert», sagt er.

Nachdem Ciriaco Sforza am Montag dem FC Aarau einen Korb gegeben hatte, springt nun Bordoli in die Bresche. Zweite Wahl? Keineswegs, wenn man Roger Geissberger glaubt: «Er ist unser Wunschtrainer, einer der drei Kandidaten, die wir unbedingt wollten.» Wer sonst noch im Rennen um den Trainerposten war, will Geissberger nicht sagen.

Sforza gibt dem FCA einen Korb

Sforza gibt dem FCA einen Korb.

Andrist, Gygax, Wieser müssen gehen

Dafür holt er unumwunden einen Zettel hervor und liest ab, welche Spieler künftig nicht mehr für Aarau auf dem Rasen stehen werden: Die Verträge von Andrist, Gygax, Mudrinski, Feltscher, Mlinar, Wieser und Djuric werden nicht mehr verlängert.

Stattdessen will der Klub auf Spieler setzen, die besser zum FC Aarau passen und «für den FC Aarau kämpfen». Namentlich: Petar Sliskovic und die beiden Argentinier Juan Pablo Garat und Dante Senger.

Verliert Aarau Joël Mall?

Goalie Joël Mall, ein wichtiger Spieler für den FC Aarau, ist ebenfalls ein Wackelkandidat. Aber nicht, weil er nicht mehr passt, im Gegenteil: Mall hat laut Geissberger das Angebot eines Klubs der 2. Bundesliga auf dem Tisch.

«Da halten wir ihn nicht auf», sagt Geissberger. In zwei Wochen sei klar, ob Mall weiter beim FC Aarau oder künftig in Deutschland im Goal stehen wird. 

Livio Bordoli ist neuer FCA-Trainer

Livio Bordoli ist neuer FCA-Trainer

«Er ist ein Sonnyboy»

Am Montagabend hat Livio Bordoli seinen Vertrag mit dem FC Lugano aufgelöst, um am Dienstag in Aarau zu unterschreiben. Damit ist auch AZ-Sportjournalist Ruedi Kuhn zufrieden. «Er ist ein guter Typ, ein Sonnyboy», sagt er in der Talksendung über den Tessiner. Und: «Früher ein Lebenskünstler, jetzt gefestigt.»

Kuhn merkt an, dass Bordoli schon vor einem Jahr beim FC Aarau im Gespräch war – stattdessen hat Sven Christ den Zuschlag bekommen. Geissberger präzisiert: «Nicht wir haben ihm damals abgesagt, er hat uns abgesagt.»

Sportchef Urs Bachmann hält Ruedi Kuhn hingegen nach wie vor für keine gute Wahl. «Bachmann hat vor und während der letzten Saison Fehler gemacht. Der FC Aarau braucht einen Sportchef, der besser vernetzt ist.»

«Bachmann bleibt»

Da ist Geissberger – ebenfalls nach wie vor – anderer Meinung: «Bachmann bleibt, Veränderungen wird es allerdings im Sportausschuss geben.» 

Sportjournalist und FC-Aarau-Experte Kuhn ist überzeugt: «Ich traue dieser Mannschaft einen Platz in der Top 3 der Challenge League zu, aber ein Aufstieg in der kommenden Saison ist sehr, sehr schwierig.» (smo)

Schauen Sie sich hier die ganze Sendung an: 

FC Aarau: Wie will man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen?

FC Aarau: Wie will man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen?

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