FC Basel

Basel und seine Nati-Stars - Wird die EM rotblau?

Marc Janko und Birkir Bjarnason (rechts) dürfen sich zurücklehnen - sie haben sich mit ihren Nationalmannschaften bereits für die EM 2016 in Frankreich qualifiziert.

Marc Janko und Birkir Bjarnason (rechts) dürfen sich zurücklehnen - sie haben sich mit ihren Nationalmannschaften bereits für die EM 2016 in Frankreich qualifiziert.

Zehn Spieler des FCB können sich in den nächsten Tagen für die EM qualifizieren. Das sind zehn mehr als noch vor vier Jahren, als kein einziger Basler um den EM-Pokal kämpfen konnte.

Neun Siege nach elf Spieltagen, 28 von 33 möglichen Punkten – trotz des Last-Minute-Ausgleichs im Letzigrund gegen den FC Zürich am Sonntag, haben die Basler ihren Vorsprung auf die Verfolger weiter ausgebaut. Der Serienmeister ist damit so erfolgreich wie noch nie in die Saison gestartet.

Die Basler Spieler sind aber nicht nur in der Super League, sondern auch bei ihren Nationalmannschaften in dieser Saison äusserst erfolgreich. Bei der letzten EM 2012 in Polen und in der Ukraine war nicht ein einziger Basler dabei – vier Jahre später in Frankreich werden es deutlich mehr sein.

Elf FCB-Spieler sind momentan mit ihren Nationalmannschaften in der EM-Quali engagiert. Nur Ivan Ivanov kann die Qualifikation mit Bulgarien nicht mehr schaffen. Die anderen zehn Basler Internationalen können mit ihren Nationalmannschaften die Teilnahme aus eigener Kraft realisieren.

Koffer packen für Frankreich

Vier Spieler aus dem Kader des FC Basel können die Reise nach Frankreich bereits buchen. Tschechien, Island und Österreich qualifizierten sich schon im September für die EM. Marc Janko hat dabei als Stammspieler in sieben Spielen fünf Tore erzielt. Für Österreich ist es die erste Qualifikation seit 1964. 2008 durfte das Alpenland als Ausrichter automatisch teilnehmen, scheiterte aber in der Vorrunde. Die Vorfreude beim Team des Schweizer Trainers Marcel Koller ist dementsprechend riesig.

In der Gruppe A sind die Tschechen Marek Suchy, Tomas Vaclik und die Isländer mit Birkir Bjarnason ebenfalls nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. In den verbleibenden Spielen beeinflussen die beiden Mannschaften nur noch das Schicksal der Holländer, die mit den Türken noch um den Playoff-Platz kämpfen.

Während Bjarnason in allen acht Spielen eingesetzt wurde und dabei fünf Skorer-Punkte verbuchen konnte, kämpfen die beiden Basler-Tschechen noch um ihren Platz im Team. Vaclik ist hinter der tschechischen Torwartlegende Petr Cech die Nummer zwei und Suchy spielte bisher nur einmal 90 Minuten gegen Kasachstan. Beide waren aber in jedem Spiel im Aufgebot und werden wohl auch in Frankreich dabei sein.

Basler Trio für Petkovic

Auch die drei Schweizer Nati-Spieler haben die EM-Qualifikation fest eingeplant. In den Spielen gegen San Marino und in Estland fehlen Lang, Embolo und Zuffi noch vier Punkte zur definitiven Qualifikation. Das Basler Trio wurde von Nationaltrainer Petkovic bisher kaum berücksichtigt. Lediglich Breel Embolo wurde drei Mal eingewechselt und hat sich dabei schon in die Herzen der Schweizer Fans gespielt.

Für Luca Zuffi erfüllte sich mit dem Anruf von Petkovic ein Traum. Er ist überhaupt erstmals im Kreis der Nationalmannschaft dabei. WM-Teilnehmer Michael Lang hat seit dem Gruppenspiel gegen Honduras kein Pflichtspiel mehr bestritten. Der Neu-Basler war in der EM-Qualifikation nur gegen Litauen im Kader. Jetzt könnte er von der Verletzung von Stephan Lichtsteiner profitieren und zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz seit über einem Jahr kommen.

Das heisseste Duell Südosteuropas

Am spannendsten wird die Qualifikation für die Albaner-Fraktion des FCB. Xhaka, Gashi, Aliji und Co. können sich zum ersten Mal für ein grosses Turnier qualifizieren. Gewinnen die Albaner ihre beiden letzten Spiele gegen Serbien und Armenien, so wird der Traum wahr.

Doch vor allem die Serben wollen dem Erzrivalen am Donnerstag ein Bein stellen. Im Hinspiel kam es zum Drohnenskandal mit Tumulten und anschliessend zum Spielabbruch. Am grünen Tisch gewann Albanien die Partie und Serbien musste aufgrund des Punktabzugs die Qualifikationshoffnungen vorzeitig begraben. Nun wollen die Serben auch Albaniens Traum zerstören. Zdravko Kuzmanovic ist nicht im Aufgebot der Serben.

FCB-Trainer Urs Fischer drückt in den nächsten Tagen neben der Schweiz wohl auch Albanien die Daumen, damit die FCB-Internationalen den Schwung aus der geschafften EM-Qualifikation mit ins nächste Meisterschaftsspiel nach Sion nehmen und im Tourbillon den guten Saisonstart fortsetzen.

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