Champions League

FCB gewinnt Rückspiel mit 1:0 - auf Sparflamme in die nächste Runde

FCB-Spieler Birkir Bjarnason feiert seinen 1:0-Siegtreffer im Rückspiel gegen Lech Posen

FCB-Spieler Birkir Bjarnason feiert seinen 1:0-Siegtreffer im Rückspiel gegen Lech Posen

Birkir Bjarnason schiesst den FCB zum glanzlosen 1:0-Sieg gegen Lech Posen. Damit stehen die Basler in den Playoffs der CL-Qualifikation, wo sie auf Astana (Kas), Skenderbeu (Alb), Maccabi Tel Aviv, Malmö oder Partizan Belgrad treffen werden.

Der FC Basel hat nach dem 3:1-Auswärtssieg in Polen die gute Ausgangslage erwartungsgemäss zum Weiterkommen in die Playoffs am 18./19. und 25./26. August genützt. Im Rückspiel im St. Jakob-Park besiegte er vor 18'196 Zuschauern den polnischen Meister Lech Posen nach einem Tor von Birkir Bjarnason in der Nachspielzeit 1:0 und baute die Bilanz in der Ära Urs Fischer auf fünf Siege in fünf Spielen aus.

Den letzten Schritt in die Champions League wird er nun gegen Gegner wie Astana aus Kasachstan, Skenderbeu aus Albanien, Maccabi Tel Aviv, Malmö FF oder Partizan Belgrad machen müssen. Mannschaften, die er im Normalfall eliminieren wird. Spielt er allerdings noch einmal so schlecht wie gestern Abend, dann könnten diese Partien noch eng werden. Die Auslosung ist am Freitag.

Glückhafter Sieg

Der 1:0-Sieg des FCB gestern war reichlich glückhaft. Mehr als die eine Chance, die der Isländer Bjarnason nach einer präzisen Flanke von Davide Calla nutzte, gab es im Basler Spiel nämlich nicht. Eine magere Ausbeute des kaum existenten Offensivspiels des Schweizer Meisters. «Wir haben einige brenzlige Situationen zu überstehen gehabt und zu viel zugelassen», sagte Calla. «Am Ende aber haben wir gewonnen – Mission erfüllt.»

Ja, der FCB mit einem Daniel Hoegh in der Innenverteidigung, der ziemlich von der Rolle war, hatte den Gästen allein in der zweiten Halbzeit drei hochkarätige Torchancen zugestanden. Doch weder Kasper Hämälainen (70.), Gergo Lovrencsics (79.) noch Captain Lukasz Tralka (81.) vermochten eine davon zu nutzen. «Unsere Offensivkraft reichte nicht, um mehr zu erreichen», sagte Trainer Maciej Skorza. «Die Erfahrung fehlt uns noch.»

Viel zu passiver FCB

Der FC Basel war ins Spiel gegangen, als hätte er beim bemerkenswerten 1.-August-Feuerwerk am Nationalfeiertag gegen Sion all sein Pulver verschossen. Er hatte in der Startphase eine Passivität an den Tag gelegt, wie man es von ihm nicht gewohnt ist. So, als wollte er mal schauen, was die Polen denn so drauf hatten an diesem warmen Sommerabend und wie sehr sie nach dem 1:3 im Hinspiel überhaupt noch an ihre Chance glaubten.

Nur: Das Abtasten des Gegners zog sich hin und hin, ohne dass die Basler Anstalten machten, einen Gang höher zu schalten und aufs Tempo zu drücken. Einzig Flügel Calla wurde es ab und zu bunt und er versuchte mit einem Rush, seine Mitspieler zu mehr Aktivität zu animieren. Allerdings waren seine Aktionen meist selber ins Leere gegangen, sodass der Ruck im Team ausblieb.

Den Polen fehlte das Selbstvertrauen

Die Polen, von ihrem imposanten Anhang gepusht, waren durchaus bemüht ihre kleine Chance auf das Wunder von Basel zu suchen. Aber nach zwei Niederlagen in drei Spielen der Ekstraklasa und dem enttäuschenden Ausgang des Hinspiels gegen den FCB strotzten sie nicht eben vor Selbstbewusstsein.

Oft unter der Regie des früheren Baslers Darko Jevtic, den Skorza in die Startformation genommen hatte, kombinierten sie bisweilen ganz gefällig. Aber je näher sie sich dem Tor der Gastgeber näherten, desto mehr wurde augenfällig, dass es ihnen an Dynamik und Entschlossenheit mangelte. Eine reelle Torchance erspielten sie sich bis in die Schlussphase nicht.

Dennoch war Zdravko Kuzmanovic im kurzen Pauseninterview unzufrieden. «Es muss mehr kommen in der zweiten Halbzeit», sagte er. Nicht ahnend, dass nichts besser werden sollte. Ganz im Gegenteil, es wurde noch schlechter.

Basel - Lech Poznan 1:0 (0:0)

18'196 Zuschauer. - SR Buquet (Fr). - Tor: 91. Bjarnason (Callà) 1:0.

Basel: Vaclik; Lang, Hoegh, Suchy, Safari (89. Traoré); Kuzmanovic, Elneny; Callà, Delgado (76. Zuffi), Bjarnason; Janko (70. Embolo).

Lech Posen: Buric; Ceesay, Kaminski, Dudka, Douglas; Tralka; Formella (68. Lovrencsics), Jevtic (73. Thomalla), Linetty, Pawlowski; Hämäläinen (84. Robak).

Bemerkungen: Basel ohne Samuel (krank), Xhaka (gesperrt), Ivanov, Kakitani, Simic (alle verletzt) und Boëtius (noch nicht einsatzberechtigt). 44. Suchy und Linetty (beide Unsportlichkeit). 55. Lang. 56. Kaminski (beide Foul). 80. Callà (Hands). 86. Douglas (Foul).

Lesen Sie den Verlauf der Partie im Liveticker-Protokoll nach:

ScribbleLive: FC Basel - Posen

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