FC Wohlen

1:1 in Schaffhausen - Der FC Wohlen rettet in Unterzahl einen Punkt

Der FC Wohlen darf in Schaffhausen mit einem Punkt zufrieden sein.

Der FC Wohlen darf in Schaffhausen mit einem Punkt zufrieden sein.

Zum Abschluss der Hinrunde gastierten die Freiämter in Schaffhausen. Die Führung des Heimteams durch Tadic in der 20. Minute gleicht Ramizi postwendend aus. In der Schlussphase retten die dezimierten Wohler das Remis über die Zeit.

Déja-vu für den FC Wohlen: Es lief bereits die Schlussphase, als Mittelfeldmotor Simon Grether den Platz mit gesenktem Kopf verliess. Wie schon in der Vorwoche beim Derby gegen Aarau mussten die Freiämter die Partie mit zehn Mann beenden, auch wenn diese Ampelkarte gegen Grether - gelinde ausgedrückt - diskussionswürdig war.

Zwar sprintete der 23-Jährige für einen gelbvorbelasteten etwas gar sorglos auf Gegenspieler André Gonçalves zu, zog dann aber entscheidend zurück und berührte den U-17-Weltmeister höchstens ganz leicht. «Wieder einmal liess sich der Schiedsrichter von den äusseren Umständen beeinflussen», ärgerte sich Trainer Martin Rueda nach Schlusspfiff.

Diese «äussere Umstände» dürften neben den aufgebrachten Rufen vom enttäuschten und enttäuschenden Publikum (gerade mal 834 Zuschauer) auch der laute Schrei des Gefoulten, der unmittelbar nach der roten Karte wieder wie ein junges Reh davonsprang, gewesen sein. Aber, wie auch schon im Derby, retteten die Freiämter das Unentschieden mit ganz viel Kampfgeist und ein wenig Wettkampfglück über die Zeit. Und das gegen einen Gegner, der sechs seiner neun Heimspiele gewonnen hat.

Immerhin brachte dieser umstrittene Entscheid etwas Leben in die Partie, denn was der bescheidenen Kulisse zuvor geboten wurde, war über weite Strecken Streichkost. Bis auf 15 Minuten im ersten Durchgang, als zuerst Igor Tadic mit einem Kopfball nach einem Konter, ausgehend einer Wohler Ecke, und danach Samir Ramizi als folge einer schöner Kombination des FCW jeweils ein Treffer erzielen konnten. Insbesondere der zweite Durchgang war phasenweise richtig grässlich.

«Wir machten ungewöhnlich viele Fehler, schenkten den Ball zu leicht her», analysierte Rueda. Der FCW-Coach fand die Begründung in den schwindenden Kräften seiner Schützlinge sowie den Umstellungen. In der Tat fehlte der torgefährliche, schnelle und lauffreudige Nico Abegglen in der Offensive, das wiedervereinte Innenverteidiger Duo Nicolas Bürgy und Marko Muslin war aber mit das Beste, was es an diesem Sonntagnachmittag auf der Schaffhauser Breite zu sehen war.

Obwohl das Heimteam nach dem Seitenwechsel immer besser wurde - Alain Schultz’ Distanzschuss knapp am Tor vorbei war die einzige FCW-Torchance - wartete Rueda mit seinem ersten Wechsel lange - erst in der 86. Minute wurde mit dem neuverpflichteten ex-FCB-Junior Deni Kadoic für den erneut enttäuschenden Jordan Brown die erste Auswechslung vollzogen. Rueda erklärte: «Wir standen defensiv gut und liessen wenig Gelegenheiten zu. Ein neuer Spieler hätte zuerst seinen Rhythmus finden müssen.»

Und weil dem 52-Jährigen in der Offensive die richtig aufregenden Optionen fehlten, war es schwierig, in diese Richtung ein Zeichen zu setzen - ab dem fragwürdigen Platzverweis in der 83. Minute sowieso. So sagte Rueda zum Abschluss einer turbulenten Vorrunde: «Mit einem Punkt bei einem heimstarken Gegner können wir durchaus zufrieden sein.»

Matchtracker Schaffhausen Wohlen 6.12.2015

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